Ist das nur Matsch oder kann das Watt?

Das Naturerbe Wattenmeer: Auf den ersten Blick erscheint es euch vielleicht ganz einfach wie eine sehr weitläufige Fläche aus Matsch. Aber bei genauerem Hinsehen ist es der Lebensraum von 10 Tausenden verschiedenen Einzeller-, Pilz-, Pflanzen- und Tierarten. Taucht man einmal ein in die faszinierende Welt des Watts, so lässt sie einen so schnell nicht mehr los. Muscheln, Krebse, Wattwürmer und Robben sind hier genauso zu finden, wie eine unglaubliche Vielzahl an Vögeln. Als eine der wichtigsten Raststationen für Zugvögel halten sich hier jährlich zwischen 10 und 12 Millionen Vögel auf, teilweise pausieren hier sogar 6 Millionen gleichzeitig. Nur einige Gründe dafür, dass das deutsche, niederländische und dänische Wattenmeer zum UNESCO Weltnaturerbe erklärt wurden.

Ist das Watt in Gefahr?

Wie an so vielen der beeindruckenden Orte auf dieser Welt sind auch im Watt die Folgen von rücksichtsloser Industrie und Landwirtschaft zu spüren. Schadstoffe, Plastikabfälle und Überfischung, aber auch der mit dem Klimawandel verbundene Meeresspiegelanstieg stellen das empfindliche Ökosystem auf die Probe. Dem in den letzten Jahrhunderten, wenn auch deutlich langsamer, ansteigenden Meer wurden vielerorts immer höhere Deiche, Dämme, Beton- und Steinkonstruktionen entgegengesetzt, häufig verbunden mit erheblichen Naturzerstörungen. Inzwischen sind viele dieser Maßnahmen, wie zum Beispiel die Eindeichung großer Wattgebiete, zum Glück nicht mehr zulässig. Doch was kann noch getan werden, um das Watt zu schützen?

Wie rettet man das Watt?

Die im Watt liegenden Inseln genauso wie die Orte an der Küste setzen sich seit einiger Zeit für den Umweltschutz ein: der Einsatz von Elektrobussen oder Einschränkungen des Autoverkehrs, Fähren, die mit umweltfreundlicherem Flüssiggas (LNG) betrieben werden (zwischen Emden und Borkum), ein Pfandsystem für Kaffeebecher auf Spiekeroog oder der Einsatz für einen bewussteren Umgang mit Plastik auf Föhr – die Gemeinden haben die unterschiedlichsten Ansätze. Wer schon einmal an der Nordsee war, kennt zudem mit Sicherheit die Aussicht auf die großen Windparks, die erneuerbare Energie erzeugen. Bis 2030 soll die Wattenmeerregion klimaneutral sein, das haben die angrenzenden Länder Dänemark, Deutschland und die Niederlande gemeinsam beschlossen. Außerdem sollen sich die Küstengemeinden nach dem Wunsch der Landesregierung der Entwicklungszone des UNESCO-Biosphärenreservats anschließen. Das Niedersächsische und das Schleswig-Holsteinische Wattenmeer wurden bereits anerkannt.

Wie kann man das Watt erleben?

Ein Ausflug ins Watt sollte bei einem Urlaub an der Nordsee auf keinen Fall fehlen. Der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer bietet beispielsweise zertifizierte Erlebnisfahrten zu Seehundbänken oder zur Beobachtung von Vögeln und Meeressäugern an. Wichtig ist – wie immer, wenn man in einen „fremden“ Lebensraum eindringt – die Tier- und Pflanzenwelt nicht zu stören. Daher ist das Begleitpersonal des Nationalparks besonders geschult. Auf der Fahrradtour „Juist unpluggged“ können Gäste der kleinen Insel Juist mit Nachhaltigkeitsexperte Thomas Vodde die ökologischen und sozialen Seiten der Insel kennenlernen. Und eine Wattwanderung bringt euch das besondere Ökosystem noch näher: Das Erlebniszentrum Naturgewalten auf Sylt beispielsweise organisiert sogar Winterwattwanderungen.

Was könnt ihr tun?

© Strandhotel Kurhaus Juist

Doch ihr könnt noch mehr tun, um das Watt zu schützen: Sucht euch eine umweltfreundliche Unterkunft und leistet so einen indirekten Beitrag. Auf der beliebten Insel Sylt ist das Hotel Niedersachsen der perfekte Ausgangsort für eure Watterkundungen, denn das Hotel ist nicht nur klimaneutral, sondern verwendet auch regionale Lebensmittel und engagiert sich für ein Wasserfilterprojekt in Kenia. Wenn ihr die als nachhaltiges Reiseziel ausgezeichnete Insel Juist kennenlernen wollt, ist das Strandhotel Kurhaus Juist eine umweltfreundliche Wahl. Mit aktiver Müllvermeidung, effizientem Wassermanagement sowie dem Bezug von regionalen Lebensmitteln trägt es zu einem entspannten Urlaub mit bestem Gewissen bei.