Darmstadt,
09
Mai
2019
|
08:28
Europe/Amsterdam

Architekt & Hotelier: Karl Heinz Castlungers grünes Design-Werk Mi Chalet

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Seine Bauwerke sind eine Hommage an die Heimat und der Inbegriff von nachhaltigem Design: die Rede ist von Dr. Karl Heinz Castlunger, erfolgreicher Architekt und Hotelier aus La Villa in Südtirol. Schon als kleiner Junge zeichnete, bastelte und baute er gern und übte bereits als Jugendlicher den Umgang mit Holz in der Schreinerei seines Vaters. Das Architekturstudium in Innsbruck brachte schließlich die jugendliche Leidenschaft, eine technische Ausbildung sowie die Visionen eigener Werke zusammen. Mit seiner neuesten Arbeit „Mi Chalet“ positioniert sich Karl Heinz erneut als visionärer Design-Architekt für nachhaltige Baukunst.

Stein auf Stein

Die Liebe zur Architektur, zum Gastgewerbe und zu Natur wurden Karl Heinz in die Wiege gelegt. Bereits in den frühen 1960er Jahren bauten seine Eltern eigenhändig das erste Apartmenthaus in La Villa mit Steinen aus dem nahegelegenen Fluss Gader. Daneben wirkten auch die Ladinische Kultur und die friedliche Kindheit in der unberührten Natur des UNESCO Weltkulturerbes Südtiroler Dolomiten sehr prägend. Im Anschluss an das abgeschlossene Studium zog es ihn nach Venedig, wo er nach architektonischer Inspiration suchte und seine Doktorarbeit über Ladinische Architektur abschloss. Im Jahr 2002 folgte das eigene Architekturbüro „L’Atelier“, mit dem er sich auf die traditionelle Holzbauweise spezialisierte. Gemeinsam mit seinem Cousin baute er schon ein Jahr später das erste Ferienhaus „Les Viles“ auf dem Grundstück des familiengeführten Dolomit Boutique Hotel.

 

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Die Architektur einer unberührten Landschaft

Die Ladinische Architektur gilt als Spiegel der Region: sie ist durch natürliche und einheimische Materialien, vor allem Holz, gekennzeichnet. Die Verwendung von regionalen Materialien reichte Karl Heinz als Beitrag zur Nachhaltigkeit allerdings bei weitem nicht aus. Für seine Ferienhäuser Dolomit Homes verwendete er daher Altholz. Eines seiner Werke übertrifft jedoch alle seine Entwürfe in punkto Nachhaltigkeit: das Mi Chalet. Die energetische Effizienz und der bewusste Einsatz von natürlichen Werkstoffen minimieren den Einfluss des Gebäudes auf die Umwelt, sodass es seit der Fertigstellung in 2019 ein Vorzeigewerk für nachhaltige und energiebewusste Architektur ist.

 

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Mi Chalet: Ladinische Einflüsse und modernes Design

Hinter der einzigartigen Fassade des Designchalets verbirgt sich ein Meisterwerk nachhaltiger und naturnaher Bauweise. Für Karl Heinz lag der Fokus auf dem Erreichen des höchsten Klima-Haus-Standards, was die gesamte Planungsphase prägte. Im Designchalet wurden nur zwei einheimische Holzarten verwendet: Im Außenbereich kleiden wetterfeste Lärchenschindeln das geschwungene, vorgelagerte Dach, im Innenbereich ist ausschließlich Fichtenholz verarbeitet. Isoliert wurde das Haus mit Holzfasern, der Putz aus Lehm und Stroh sorgt nicht nur für ein angenehmes Innenraumklima im Esszimmer, sondern reguliert die Luftfeuchtigkeit sowie Gerüche ganz natürlich. Das Ziel von Karl Heinz Castlunger war, den höchsten Standard von KlimaHaus zu erreichen und alle Anforderungen für das „Mi Chalet” zu erfüllen. Ein KlimaHaus A hat eine berechnete Energieforderung von weniger als 30 Kilowattstunden pro Quadratmeter Wohnraum pro Jahr und extrem wenig Kohlendioxidemissionen.

Das Holzgebäude verwendet zwei verschiedene lokale Hölzer, witterungsresistente Lärche für die Außenschindeln und Fichte für den Innenbereich. Eine kompakte Isolierung aus Holzfaser umgibt das Gebäude, das sich hauptsächlich zum Südwesten öffnet – und erlaubt so auch im Winter durch die dreifach verglasten Fenstern mit einem U-Wert von 0,5 ein Maximum an Sonnenkraft einzufangen. Die Energie für die effiziente und sparsame Fußbodenheizung stammt von der Holzpellet-Anlage des Dolomit Homes & Hotel und unterstützt den geringen Heizenergiebedarf von einem KlimaHaus Typ A. Solar-Panelenversorgen zudem das Mi Chalet genauso wie die weiteren Ferienhäuser der Dolomit Homes & Hotel mit Heißwasser und vermeiden hohe CO2-Emissionen.

 

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