Darmstadt,
15
April
2021
|
08:36
Europe/Amsterdam

Die Region Sukhothai in Thailand mit allen Sinnen erfahren – Gemeinschaftsbasierter Tourismus und ein lokales Gericht

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Gemeinschaftsorientierter Tourismus macht für Reisende ein Land und seine Menschen auf einer anderen Ebene erfahrbar und ermöglicht Begegnungen auf Augenhöhe. In Thailand gibt es viele solcher Übernachtungsmöglichkeiten bei Einheimischen, sogenannte Homestays, bei denen Touristen viel über Kultur und Traditionen lernen. Ein wichtiger Aspekt dabei ist, dass die Einheimischen in ihrem eigenständigen Leben gestärkt werden und Geld verdienen können. Besonders beim Kochen und dem Austausch alter Traditionen kommen sich Menschen ohne viele Worte näher. In Ban Na Ton Chan, einem kleinen ländlichen Dorf im Bezirk Si Satchanalai in der Provinz Sukhothai, werden solche Erfahrungen erlebbar. Bei einem Homestay erfahren Besucher viel über die lokale Kultur und die nachhaltige Lebensweise der Menschen vor Ort. Das Dorf im Norden Thailands hat bereits mehrere Auszeichnungen für seinen gemeindebasierten Tourismus erhalten.

Auszeichnungen

2012 wurde das Dorf als erste Gemeinde in Thailand von der Pacific Asia Travel Association (Pata) mit dem Pata Gold Award ausgezeichnet. Im selben Jahr gewann das Dorf auch den Thailand Tourism Award der thailändischen Tourismusbehörde Tourism Authority of Thailand.

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Das Erfolgsrezept

Der Erfolg des Dorfes als beliebtes Ziel für Reisende, liegt vor allem am Engagement einer mutigen Frau. Sangiam Sawaenglap setzte sich bereits 1989 aktiv für ihr Dorf ein und war die Erste, die Reisende bei sich zu Hause aufnahm. 1999 wurde das Dorf vom Tourism Authority Thailand (TAT) ausgewählt, um am Projekt "Industrial Village" teilzunehmen. Dabei ging es um die Verbesserung der lokalen Wirtschaft, der Produktion, der landwirtschaftlichen Betriebe und des Tourismus. Sangiam Sawaenglap nahm für ihr Dorf an dem Programm teil und brachte von einer Reise nach Japan die Idee des gemeinschaftsorientierten Tourismus mit. Nach und nach überzeugte sie ihre Nachbarn und die Menschen im Dorf ihre Häuser für Touristen zu öffnen. Bei einer Tourismus-Messe verkaufte die umtriebige Geschäftsfrau das lokale Gericht Khao Perb. Durch einen Fernsehbericht bekam ihr Stand viel Aufmerksamkeit und mit dem erwirtschafteten Geld wurde ein Gemeindezentrum gebaut, in dem Besucher unter anderem Khao Perb probieren können.

 

Eine besondere Webtechnik und Lehm

Wie in anderen ländlichen Gemeinden auch, weben die Frauen in Ban Na Ton Chan Baumwollstoffe und verkaufen diesen an Touristen, um etwas Geld zu verdienen. Das Dorf ist bekannt für seine besondere Lehmkleidung. Um die Baumwollstoffe angenehmer auf der Haut und weicher zu machen, werden sie nach einer alten Technik mit Schlamm bearbeitet. Die Besucher lernen alles über dieses kulturelle Erbe und haben die Gelegenheit, die Stoffe zu kaufen.

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Kao Perb

Das lokale Gericht Kao Perb kann während eines Aufenthaltes gemeinsam gekocht und gegessen werden. Für das Essen wird aus Reismehl eine Art Nudelteig hergestellt. Da Nudeln in der Region früher wegen der langen Transportwege nicht zu bekommen und viel zu teuer waren, fanden die Einheimischen ihre eigene Alternative. Das Wort „Perb“ bedeutet falten und beschreibt die Form der Nudeln. Das verwendete Gemüse wird in der Teigtasche eingewickelt. Das Gericht wird traditionell über einem Holzfeuer zubereitet.

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Rezept für Kao Perb

Zutaten

  • Fertiger Nudelteil aus Reismehl
  • Gemüse beispielsweise Prunkwinde, Kohl, Bohnensprossen und Fadennudeln
  • gebratenes rotes Schweinefleisch
  • gedünstetes Ei
  • Brühe

Zubereitung

1. Die Reismehl-Nudeln dämpfen, bis Sie flache Nudeln erhalten.

2. Gemüse auf die Nudeln geben und dann die Nudel falten (das ist der Vorgang, von dem das Wort "perb" stammt)

3. Geben Sie die gefalteten Nudeln in eine Servierschüssel und fügen Sie das vorbereitete Fleisch hinzu. Etwas Brühe dazugeben.

4. Legen Sie das gedämpfte Ei und das Schwein darauf.

Das Rezept zum Nachlesen gibt es hier.