Darmstadt,
21
Oktober
2026
|
11:30
Europe/Amsterdam

Zwischen Fischmarkt und Fine Dining: Wie viel Vietnam steckt in einer 5-Sterne-Küche?

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Was erzählt ein Land mittels seiner Küche? Und wie viel davon erleben Gäste eines Luxusresorts? In den The Anam Hotels In Vietnam eine ganze Menge. Traditionen und lokale Produkte werden mit Einflüssen anderer Küchen verbunden, die im Laufe der Geschichte ins Land kamen und dort weiterentwickelt wurden. Ein Vermächtnis, dass sich in zahlreichen Gerichten widerspiegelt.

Im The Anam Cam Ranh, einem vietnamesisch geführten Luxushotel an der südlichen Küste Vietnams, erleben Gäste diese kulinarische Geschichte aus verschiedenen Perspektiven. Traditionelle Zutaten, französische Kochtechniken und überlieferte Rezepte geben Einblicke in unterschiedliche Kapitel der vietnamesischen Esskultur.

Französische Spuren in Vietnams Küche

Von 1858 bis 1954 war Vietnam französisches Kolonialgebiet. Diese Zeit hinterließ ihren Eindruck in Vietnams Esskultur. Wie eigenständig Vietnam diese Einflüsse weiterentwickelt hat, zeigt die Bäckerei- und Cafékultur des Landes sowie das schon erwähnte Bánh mì: Aus dem eingeführten Baguette entstand der bis heute beliebte vietnamesische Streetfood-Klassiker, dessen Füllungen und Zubereitungsweisen sich zusätzlich regional unterscheiden.

Im The Colonial des The Anam Cam Ranh wird diese historische Verbindung auf moderne Art aufgegriffen. Executive Chef Duy Anh Nguyen arbeitet mit klassischen französischen Techniken und vietnamesischen Zutaten. In seinem Sechs-Gänge-Degustationsmenü finden sich beispielsweise Beef Tatar ebenso wie die typische Fischsauce, ST25-Duftreis mit Mais und grünen Bohnen weitere lokale Zutaten.

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Doch die kulinarische Geschichte Vietnams findet im The Anam Cam Ranh nicht nur im Fine Dining statt. Nur wenige Schritte entfernt richtet sich der Blick auf Gerichte, deren Rezepte über Generationen weitergegeben wurde.

Kulinarisches Wissen, das weitergegeben wird

„Mama Cooking“ im Luxusresort

The Anam Cam Ranh Mama Cooking

Das zweite Restaurant des The Anam Cam Ranh, das Lang Viet, widmet sich Spezialitäten aus unterschiedlichen Regionen Vietnams, vom Norden bis in den Süden. Jeden Donnerstagabend wird dieser Ansatz im Format „Mama’s Cooking“ besonders persönlich: Fünf Mütter aus dem The-Anam-Team übernehmen die Küche und bereiten vietnamesische Hausmannskost nach alten Originalrezepten zu.

Selber kochen, ausprobieren, lernen

The Anam Cam Ranh Cooking Class

Für Gäste endet die Auseinandersetzung mit vietnamesischer Küche im The Anam Cam Ranh nicht beim Probieren. Bei den Kochkursen des Resorts geht es am Morgen zunächst auf einen lokalen Markt. Anschließend werden ausgewählte vietnamesische Gerichte gemeinsam mit dem Küchenteam Schritt für Schritt zubereitet.

Der Marktbesuch sorgt dafür, dass die Teilnehmenden nicht nur Rezepte und Ergebnis wahrnehmen, sondern sich auch mit der Herkunft der Zutaten auseinandersetzen. Ein Teil dieser kommt aus der eigenen Landwirtschaft, die ebenfalls von den Gästen besucht werden kann. Obst, Gemüse und Kräuter werden dort nach biologischen Prinzipien angebaut. Darüber hinaus bevorzugt die Küche nach eigenen Angaben Produzent*innen aus der umliegenden Region und verzichtet, wenn möglich, auf importierte Grundnahrungsmittel.

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Exkurs: Nachhaltige Maßnahmen im The Anam Cam Ranh

Auch außerhalb der Küche setzt das Resort konkrete Maßnahmen zum verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen um. Ein Teil des Stroms stammt aus eigenen Solaranlagen. Trinkwasser wird auf dem Gelände aufbereitet, in Glasflaschen abgefüllt und diese werden vor Ort gereinigt und wieder befüllt. Regenwasser wird gesammelt und für die Bewässerung der rund zwölf Hektar großen Gartenanlage genutzt.

Vom Markt ans Meer: Fisch und Seafood in Mui Ne

Wie unterschiedlich die Frage nach der Herkunft von Lebensmitteln innerhalb Vietnams beantwortet werden kann, zeigt ein Blick auf das rund 200 Kilometer weiter südlicher gelegene Schwesterresort The Anam Mui Ne.

Das The Anam Mui Ne befindet sich an der Küste von Phan Thiet, einer Region, in der die Fischerei seit jeher zum Alltag gehört. Fisch und Meeresfrüchte spielen in der vietnamesischen Küche ohnehin eine wichtige Rolle, wobei sich Zubereitung und verfügbare Arten regional unterscheiden.

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Auch dieses bietet neben der hochqualitativen Küche im Restaurant Kochkurse für seine Gäste an. In diesen wird der Bezug zum Meer unmittelbar. Gäste besuchen zunächst einen nahegelegenen Fischereihafen und anschließend einen Markt. Dort werden der Tagesfang und weitere Zutaten ausgewählt, bevor es zurück ins Hotel geht und gemeinsam mit dem Küchenteam gekocht wird.

Dabei lernen sie, dass gerade bei Fisch und Meeresfrüchten ein genauer Blick auf die Herkunft wichtig ist. Die Nähe des Urlaubsortes zum Meer allein sagt nämlich noch nichts darüber aus, wie verantwortungsvoll ein Produkt erzeugt oder gefangen wurde. Art, Herkunft sowie Fang- beziehungsweise Produktionsweise sind für die Einordnung entscheidend.

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Streetfood aus Phan Thiet

Seit 2026 bietet das The Anam Mui Ne mit den „Vietnamese Market Favourites“ zweimal wöchentlich vietnamesisches Streetfood an Live-Stationen auf der Strandwiese an. Dazu gehören ausdrücklich lokale Spezialitäten aus Phan Thiet. Schilder an den einzelnen Stationen geben Gästen zusätzliche Informationen zu den jeweiligen Gerichten.

Kulinarik als Zugang zum authentischen Erleben Vietnams

Der Abstecher nach Mui Ne führt zurück zu dem Gedanken, mit dem die kulinarische Reise in Cam Ranh begonnen hat: Vietnamesische Küche lässt sich kaum als eine einzige Landesküche beschreiben oder erleben. Die Geschichte und regionale Traditionen prägen, was auf den Teller kommt und jeder Ortswechsel innerhalb des Landes eröffnet eine neue kulinarische Perspektive.

Im The Anam Cam Ranh reicht diese Spurensuche vom französischen Einfluss über überlieferte vietnamesische Rezepte bis zum Anbau eigener Zutaten. Das The Anam Mui Ne ergänzt sie um Fischereihafen, Markt und Spezialitäten aus Phan Thiet.

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Über The Anam Cam Ranh

Das unabhängig geführte vietnamesische Fünf-Sterne-Resort The Anam Cam Ranh liegt direkt am Long Beach in der Cam Ranh Bay. Die Anlage umfasst rund zwölf Hektar tropischen Garten mit etwa 3.000 Palmen und greift in Architektur und Gestaltung Elemente des indochinesischen Stils sowie vietnamesisches Handwerk auf. Das Resort arbeitet eng mit lokalen Unternehmen und Kunsthandwerker*innen zusammen und engagiert sich im Rahmen der The Anam Foundation für soziale und ökologische Projekte in der Region und darüber hinaus.

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Über The Anam Mui Ne

Mit The Anam Mui Ne eröffnete die vietnamesische Hotelgruppe The Anam 2023 ihr zweites Haus. Das Resort verfügt über 127 Zimmer und Suiten und befindet sich direkt am Strand von Mui Ne in der Provinz Lam Dong. Zum Haus gehören zwei Restaurants, eine Bar, mehrere Pools sowie ein Spa mit Behandlungsräumen, Sauna und Dampfbad. Ein Schwerpunkt liegt auf der vietnamesischen Küche und Kultur, die unter anderem über regionale Gerichte und Aktivitäten vor Ort erlebbar werden. Seit 2026 gehören beide Hotels der The Anam Gruppe zum Green Pearls® Netzwerk.

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