Darmstadt,
16
Juni
2021
|
07:59
Europe/Amsterdam

Thailand setzt auf E-Mobilität – Projekte für die nachhaltige Fortbewegung

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Elektromobilität ist ein wichtiger Bestandteil des nachhaltigen Energiekonzepts der Zukunft. Diese Entwicklung ist auch in Thailand spürbar. Die thailändische Regierung fördert die Produktion von Elektrofahrzeugen und möchte das Land als Zentrum für eine neue Generation der Automobilproduktion ausbauen. Als eines der beliebtesten Reiseziele weltweit entwickelt sich Thailand dadurch auch als nachhaltige Destination weiter.

 

Elektromobilität in Thailand

Unter Elektromobilität wird die Nutzung von Strom zur Fortbewegung verstanden. Im täglichen Sprachgebrauch sind meist Fahrzeuge gemeint, die mit einer Batterie betrieben werden wie beispielsweise Elektroautos, E-Bikes oder E-Scooter. Die thailändische Regierung plant, dass bis 2030 die Hälfte der Neufahrzeuge rein elektrisch angetrieben werden. Ab 2035 werden dann nur noch E-Autos als Neuwagen zugelassen. Die Regierung arbeitet außerdem daran, die Infrastruktur für die Ladung von Elektrofahrzeugen im gesamten Land sinnvoll weiterzuentwickeln. Außerdem sind zukünftig Subventionen für den Kauf dieser Art von Fahrzeugen geplant.

 

 

Alternative Mobilität in Bangkok

Die Hauptstraßen der thailändischen Metropole sind die meiste Zeit des Tages durch lange Staus blockiert. Der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs von Skyline und Metro ist daher seit Jahren ein wichtiges Anliegen in Bangkok. Dadurch sollen mehr Pendler zu einer nachhaltigeren und stressfreieren Fortbewegung motiviert werden. Gemeinsam mit der Umstellung auf E-Fahrzeuge im sonstigen Verkehr werden die Straßen entlastet. Dadurch wird die Stadt attraktiver für Touristen und die Umweltverschmutzung wird verringert.

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Tuk-Tuks bleiben

Der Name Tuk-Tuk beschreibt das laute Motorengeräusch der Autorikschas, die für das komplette Gegenteil der Elektromobilität stehen. Die besonders bei Touristen beliebten Tuk-Tuks werden auch weiterhin Bestandteil des thailändischen Straßenbildes bleiben, denn sie können durch elektrisch betriebene Alternativen ausgetauscht werden. In Chiang Mai wird bereits ein Projekt mit E-Tuk-Tuks getestet. Das Unternehmen Grab wird von der thailändischen Regierung unterstützt und sorgt für einen Austausch der umweltschädlichen Taxis durch elektrische Modelle. So sind die Bewohner und Besucher der zweitgrößten Stadt Thailands umweltschonend und günstig unterwegs.

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Nachhaltige Fortbewegung auf dem Wasser

Durch die Kanäle Bangkoks, die sogenannten „Khlongs“, fahren seit dem vergangenen Jahr auch elektrisch betriebene Fähren. Solarzellen auf den Dächern der Boote sorgen für den Antrieb. Die E-Fähren bieten Platz für 30 Passagiere und einen Rollstuhl. Besonders bei Touristen sind die Fahrten über die Kanäle sehr beliebt. Doch die ursprünglichen Boote sind laut und erzeugen mit ihren Gas- und Dieselmotoren schädliche Emissionen. Die E-Fähren sind ein wichtiger Schritt, um umweltfreundliche Mobilität auf dem Wasser zu ermöglichen. Daher ist der Einsatz von mehr als 200 dieser Boote in den nächsten Jahren geplant.

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Erreichte Ziele

Schon jetzt ist Thailand ein Vorreiter in Sachen nachhaltiger Mobilität in Asien. Als größter Autohersteller Südostasiens ist es ein besonderer Erfolg, dass eine eigene Batterieproduktion im Land aufgebaut werden konnte. Bereits seit 2017 fördert die thailändische Regierung die Produktion von Fahrzeugen mit alternativem Antrieb. 2015 waren 76 Firmen an lokalen Produktionsprozessen von Elektrofahrzeugen beteiligt. Bis 2019 hatte sich diese Zahl bereits auf 420 Betriebe erhöht. Trotz der Corona-Krise konnte im vergangenen Jahr die Anzahl der verkauften E-Fahrzeuge um 1,4 % gesteigert werden.