Von Törggelen bis Olivenernte: Herbsturlaub für Foodies
Im Herbst verändert sich nicht nur die Landschaft, sondern auch das, was auf unseren Tellern landet. In der Küche begegnen uns wieder Kürbis und Maronen, in Südtirol beginnt die Törggelezeit und in anderen Teilen Italiens werden Trauben, Haselnüsse und Oliven geerntet. Vielleicht ist der Herbst deshalb (zumindest unserer Meinung nach) die beste Jahreszeit, um ein Reiseziel auch kulinarisch kennenzulernen.
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Viele dieser Lebensmittel und Traditionen erzählen dabei nebenbei etwas über die Region, in der wir gerade unterwegs sind. Oft erlebst du sogar unmittelbar, woher das Essen kommt, denn auch in den Hotelgärten und angeschlossenen Landwirtschaften ist jetzt Erntezeit.
5 Destinationen mit kulinarischen Events für deine Herbstreise in Europa
Wir haben dir in diesem Green Travel Letter ein paar Ideen mitgebracht, wie du noch tiefer in die kulinarischen Traditionen deiner Herbstreiseregion eintauchen kannst, und stellen fünf Green Pearls® Partner vor, bei denen der Herbst richtig gut schmeckt
Törggelen in Südtirol
Wenn im Herbst die Weinlese abgeschlossen ist, beginnt in Südtirol eine Zeit, auf die sich viele schon Monate vorher freuen: die Törggelezeit. Ursprünglich trafen sich Weinbauern und Händler nach der Ernte, um den jungen Wein zu verkosten. Heute gehören Wanderungen von Hof zu Hof, geröstete Kastanien und typische Südtiroler Gerichte genauso zur „fünften Jahreszeit" dazu.
Besonders verwurzelt ist die Tradition rund um das Eisacktal und den Ritten. Wenn du im ADLER Ritten oberhalb von Bozen übernachtet, bist du also mittendrin. Nach einer Herbstwanderung durch die gefärbten Wälder erlebst du in den umliegenden Buschenschänken (kleine „Popup“-Weinlokale), was Törggelen ausmacht: zusammensitzen, ins Gespräch kommen und gemeinsam probieren, was die Saison hervorgebracht hat.
Noch mehr Törggelezeit: Woher die Tradition kommt, was auf den Tisch gehört und warum sich eine Reise nach Südtirol dafür lohnt, erfährst du in unserem Artikel „9 Gründe, warum du zum Törggelen nach Südtirol reisen solltest“.
Erntezeit im Piemont: Wein, Haselnüsse und Trüffel
Im italienischen Piemont bringt der Herbst gleich mehrere kulinarische Höhepunkte mit sich. Im Roero steht die Weinlese an, die Haselnussernte ist gerade abgeschlossen und rund um Alba beginnt die Saison des weißen Trüffels. Allerdings findest du diese Produkte nicht nur auf den Speisekarten: Goldgefärbte Weinberge und Haselhaine prägen die Landschaft und auf den Märkten und bei Produzent*innen entdeckst du die unverarbeiteten Produkte (oder du tauchst bei einer Führung mit einem Trifolao selbst in die Geheimnisse der Trüffelsuche ein).
Im Roero, genauer gesagt in Monticello d’Alba, liegen die vier Ferienwohnungen Rocche di Montexelo. Gastgeber Irene und Roberto kennen ihre Heimat gut und geben dir gern Tipps für Weingüter, Restaurants und Produzent*innen in der Umgebung. Auch Bra, die Geburtsstadt der internationalen Slow-Food-Bewegung, ist nicht weit entfernt. Eine gute Gelegenheit also, den piemontesischen Herbst nicht einfach nur zu probieren, sondern es vor allem langsam zu tun und mehr darüber zu erfahren, woher seine kulinarischen Traditionen kommen.
Was steckt eigentlich hinter Slow Food? In unserem ausführlichen Artikel “Slow Food … ”schauen wir uns die Bewegung genauer an und zeigen, was das Konzept mit Reisen und regionaler Esskultur zu tun hat.
Olivenernte in Ligurien
In Ligurien beginnt ab Ende Oktober und vor allem im November die Zeit der Olivenernte. Die Früchte werden von den Bäumen geholt und möglichst zeitnah in den Ölmühlen verarbeitet. Besonders im ligurischen Hinterland wirst du daher vielerorts die typischen Netze unter den Bäumen sehen und bei Besuchen von Ölmühlen erleben, wie das erste Öl der neuen Saison entsteht.
Ein passender Ausgangspunkt dafür ist das Albergo Diffuso Relais del Maro im kleinen Dorf Borgomaro. Olivenhaine gehören hier seit Jahrhunderten zur Kulturlandschaft und die für Westligurien typische Taggiasca-Olive wächst quasi um die Ecke. Du bekommst also die Gelegenheit, Olivenöl direkt dort kennenzulernen, wo es entsteht. Wahrscheinlich landet dann nicht nur eine Flasche als essbares Mitbringsel im Gepäck.
Lust auf eine Reise zur Olivenernte? In unserem Artikel „Genussreise zur Olivenernte in Italien und Spanien“ erfährst du mehr über Erntezeiten, Anbauregionen und Orte, an denen du die Olivenernte im Urlaub erleben kannst.
Herbsternte direkt am Hotel
Im Herbst fährt der rund 3000 Quadratmeter große Garten des STURM in der Rhön noch einmal richtig auf: Kräuter, Gemüse, die letzten Beeren und anderes Obst wollen geerntet, von den Gästen genascht oder in der Hotelküche verarbeitet werden. So verändert sich mit der Jahreszeit auch das, was auf den Teller kommt.
Der Garten ist aber mehr als eine Bezugsquelle für die Küche. Auch als Gast kannst und sollst du zwischen den Beeten und Obstbäumen spazieren gehen und so hautnah erleben (und probieren), wo ein Teil der Zutaten herkommt, die später auf deinem Teller landen. Für alles, was nicht selbst angebaut wird, arbeitet das STURM übrigens nach Möglichkeit mit Bio-Produzent*innen aus der Rhön und der Region zusammen.
Herbst für zu Hause: Ein bisschen herbstliche STURM-Küche kannst du dir jetzt direkt nach Hause holen – mit dem Rezept für Perldinkel-Risotto mit Kürbis und Maronen.
Vom eigenen Hof direkt auf den Teller
Die Landwirtschaft und damit auch der Rhythmus von Aussaat, Anbau und Ernte gehört seit Jahrhunderten zum Bio- und Wellnessresort Stanglwirt. Bis heute bewirtschaftet die Familie Hauser den eigenen Bio-Bauernhof mit Milchvieh und Almwirtschaft. Ein Teil der dort erzeugten Lebensmittel wird direkt vor Ort weiterverarbeitet und findet so seinen Weg auf deinen Teller oder in den Hofladen.
Gerade im Herbst wird hier sichtbar, wie eng Landwirtschaft, Saison und Küche miteinander verknüpft sind. Statt jederzeit alles verfügbar zu machen, orientieren sich die Menüs daran, was der eigene Hof und die Produzent*innen aus der Region gerade liefern können.
Wie viel Eigenanbau steckt eigentlich in einem Hotel? In unserem Artikel „Hier wird selbst geerntet – Hotels mit eigener Landwirtschaft“ stellen wir weitere Green Pearls® Partner vor, die Lebensmittel selbst anbauen oder erzeugen.
Herbstgenuss hat viele Gesichter
Törggelen, Trüffelsaison oder Olivenernte: Viele kulinarische Momente lassen sich nur für eine begrenzte Zeit im Jahr erleben. Und der Herbst bietet besonders viele Anlässe für Genussreisen. Wie wäre es also, wenn du deine Reise einmal danach planst, was vor Ort gerade wächst, geerntet oder produziert wird?
Mit Green Pearls® findest du auf jeden Fall passende Unterkünfte, die noch dazu ihre Maßnahmen und ihr Engagement für mehr Regionalität und Nachhaltigkeit im Tourismus transparent darstellen.
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Oft sind es Geschichten, die unseren Blick aufs Reisen verändern – leise Impulse, die lange nachklingen. In unserer Redaktion tauschen wir uns regelmäßig darüber aus, was uns in letzter Zeit berührt, inspiriert oder zum Nachdenken angeregt hat. Ob Buch, Film, Doku oder Podcast: Hier teilen wir unsere persönlichen Empfehlungen mit euch – ehrlich, handverlesen und immer mit Blick auf bewusstes Reisen.
Das hat Laura zuletzt begeistert:
»Ich habe mir den Podcast über unseren noch relativ neuen Partner angehört. Maria, Elisabeth und Johannes Hauser leiten den Stanglwirt nun schon in der 12. Generation und man merkt wie zufrieden und dankbar sie über ihren ‘schönsten Job der Welt’ sind. Dass sie auch mehrere Millionen Umsatz damit machen, würden ihnen die Gäste nicht übelnehmen. ‘Ich kauf mir ja davon keinen Ferrari’, sagt Johannes. Das Geld käme alles wieder zurück in die vielen tollen Investitionen. Am Ende vom Podcast singen sie sogar echte Volksmusik (bei 1:31) Das solltet ihr euch unbedingt anhören!«
Hier geht es zum Podcast bei OMR.
(unbeauftragte Werbung)
