Darmstadt,
29
Mai
2024
|
10:00
Europe/Amsterdam

Bio-Pionierarbeit in Südtirol: APIPURA hotel rinner setzt auf ökologische Produkte, Umweltschutz und Familienfreundlichkeit

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Der Blick von der Dachterrasse öffnet sich über das sonnige Hochplateau bis hinauf zu den Dolomitengipfeln. Leise gluckert das Wasser des Outdoor-Whirlpools und entspannte Gespräche der Gäste auf den Sonnenliegen mischen sich mit den Geräuschen der Natur und dem Rauschen des Nadelwalds. Es duftet nach Kiefernnadeln, Blüten – und Honig. Wie beinahe überall im APIPURA hotel rinner.

Vom Bienenhaus zum Bio-Fair-Hotel

Seit mehr als 50 Jahren führt Familie Rinner das APIPURA nun schon. Am Anfang steht jedoch kein Gästehaus, sondern die Imkerei. Ein Bienenhaus sollte an diesem windgeschützten Ort auf dem Rittner Hochplateau in Südtirol entstehen. Komplett mit Werkstatt, Schleuderraum und Unterkunft für den Imker. Daraus entwuchs dann schnell die Idee, sich nicht nur den Traum des eigenen Bienenhauses zu erfüllen, sondern auch den des eigenen Gästehauses.

Inzwischen haben Familie Rinner und das APIPURA bewegte Jahre hinter sich. Insbesondere durch die Corona-Pandemie habe sich einiges verändert, bestätigt Juniorchef Manfred Rinner, der gleichzeitig auch Küchenchef ist. Die Zeit habe man genutzt, um das ganze Haus nachhaltig aufzustellen. Ein logischer Schritt, nachdem die eigene Imkerei schon seit Jahren Bioland-zertifiziert ist.

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Exkurs: Bioland

Bioland Südtirol wurde 1991 von zehn Obstbauern gegründet und umfasst heute mehr als 1000 Betriebe. Allein gemeinsam ist der Einsatz für Klima-, Boden- und Naturschutz. Konkret gibt es Maßnahmen zur Förderung der Bodenfruchtbarkeit, es wird großen Wert auf eine artgerechte Tierhaltung gelegt, der schonende Umgang mit natürlichen Ressourcen ist selbstverständlich und die Herstellung wertvoller Lebensmittel ist zentral verankert. Das Siegel gilt als wesentlich strenger als das EU-Bio Siegel und genießt einen guten Ruf.

Eco-zertifizierte Reinigungsmittel und Drucksachen, wiederverwendbare Trinkflaschen für die Gäste, Müllvermeidung in der Küche – Wo auch immer es ging, stellte Familie Rinner das APIPURA auf nachhaltige Alternativen um. Energie kommt aus dem Rittner Fernheizkraftwerk, das mit Holz und Holzabfälle aus zertifiziertem regionalem Anbau betrieben wird. Das Wasser zur Bewässerung des Gartens wird aus einem großen Regenspeicher entnommen, während das Trinkwasser aus der regionalen Bergquelle am Rittner Horn stammt.

Nachhaltig und Bio in der Küche

Bei Lebensmitteln achtete das Küchenteam rund um Manfred Rinner schon immer auf feinste Qualität und Regionalität. Bio-Qualität gehörte daher seit jeher zum Standard. Mit der Umgestaltung und Entwicklung des Hotels wurde dieser Fokus weiterverstärkt.

Im Zuge der Umgestaltung wurde Manfred Rinner Teil einer Arbeitsgruppe, die das Gastronomiekonzept von Bioland in Südtirol voranbrachte. Dieses basiert auf dem deutschen Konzept. Doch Manfred Rinner meint lachend: „Wir haben das Konzept aus Deutschland nicht einfach übernommen, nein, wir mussten es noch besser machen.“

Bio-Produkte aus der Region haben in diesem Konzept Priorität. So soll die lokale (max. 200 km Luftlinie) Bio-Landwirtschaft unterstützt werden. Darüber hinaus müssen Produkte zusätzlich unter fairen Bedingungen hergestellt werden. Das gilt insbesondere für Kaffee, Kakao, Tee, Rohrohrzucker und tropische Früchte.

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Exkurs: Bio Fair Südtirol im Überblick

Mit Bio Fair Südtirol wurde 2022 ein Gastronomiekonzept nach deutschem Vorbild vorgestellt, das sich in drei Stufen unterteilt: Bronze (Bio-Anteil von 30 %), Silber (Bio-Anteil von 60-90 %) und Gold (Bio-Anteil von 90-100%). Neben Bio sind auch die Kriterien Regional und Fair von Bedeutung für die Einstufung. Darüber hinaus dient das Projekt der Vernetzung von Biobetrieben und ansässigen Tourismusunternehmen und sorgt für Transparenz gegenüber den Gästen.

Wir haben das Konzept aus Deutschland nicht einfach übernommen, nein, wir mussten es noch besser machen.

Manfred Rinner

Pilotprojekt: “Bio Fair Südtirol” APIPURA hotel rinner

Man könnte das APIPURA hotel rinner als Pilotprojekt für das Bioland-Konzept bezeichnen. Knapp zwei Jahre hatte es gedauert, bis das Hotel den Silber-Status erreicht hat. Das Schwierigste sei gewesen, so Manfred Rinner, regionale Bio-Produkte ins Hotel zu bekommen. Auch wenn er schon immer bei lokalen Bauern gekauft hat, viele Produkte, die die Basis einer Hotelküche bilden, sind in Südtirol mit seinen knapp 1000 Betrieben nicht ausreichend vorhanden, sodass importiert werden musste.  

Auch auf persönlicher Ebene sei die Umstellung schwierig gewesen, wenn langjährigen Partnern und Freunden die Zusammenarbeit aufgekündigt werden musste. Weiterhin mussten die Mengen bedacht werden, die für ein Hotel benötigt werden. Kleine Abgabemengen verursachen viel Müll, wobei hier Bio Fair Südtirol schon erste Erfolge erzielt und größere Gebinde möglich gemacht hat. Auch neue Partnerschaften entstanden und werden entstehen. So zum Beispiel mit Walter Rottensteiner, der auf dem Ritten Wagyu-Rinder und Simmentaler Fleckvieh hält und dessen Hof nur wenige Fahrminuten entfernt liegt.

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Seit diesem Jahr nun trägt das APIPURA als erstes Hotel in Südtirol das Siegel „Bio Fair Südtirol“ und beweist damit, dass es geht: Bio, das zum größten Teil aus der Region stammt gepaart mit ausgewählten fair gehandelten Import-Produkten aus ökologischem Anbau.

 

Bio Fair Südtirol: Die Initiativen und Partner des APIPURA hotel rinner im Überblick

  • Bio Honigprodukte von der hauseigenen Bioimkerei
  • Bio Brot von der Naturbäckerei Messner
  • Bio Milchprodukte vom Milchhof Brixen und Sterzing
  • Bio Eier vom Lechnerhof im Pustertal
  • Bio Rindfleisch und Huhn vom Öbersthof in Feldthurns und Weberhof in Mittelberg am Ritten
  • Bio Schwein und Kalb von der Biometzgerei Sonnberg
  • Obst, Gemüse und Kräuter vom Bauern Stefan je nach Saison
  • weitere Partner: Biokistl, Ökoring, Foppa, Frilo, Galloni

Hotel von Familie für Familien

Die Gäste nehmen das neue Konzept gut an. Die Stammgäste, die beinahe 60 % ausmachen, sind geblieben. „Trotz Bio“, wie Familie Rinner mit einem Augenzwinkern anmerkt. Neue Gäste wiederum kommen, gerade weil das Hotel den Fokus auf Bio gelegt hat. Gerade Familien fühlen sich hier wohl – Auch weil Rinners genau wissen, was es dafür braucht: einen großen Garten mit Spielplatz, der zwar etwas von der Terrasse entfernt, aber dennoch im Blickfeld ist, ein wöchentliches Kinderprogramm (in Kooperation mit anderen familienfreundlichen Betrieben) und ein Spielzimmer für Regentage.

Immer montags zeigt Senior-Chef Paul Rinner Interessierten den Apitherapie Bienenstand und erklärt alles rund um das Thema ApiWellness und zur Wirkungsweise der Bienenprodukte.

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Exkurs: ApiWellness und Therapie

ApiWellness bezeichnet die Verwendung von Bienenprodukten wie Honig, Propolis oder Wachs im Wellnessbereich. Diese Art der Wellness ist vor allem in Osteuropa verbreitet, findet aber auch zunehmend im Westen Anwendung.

Die Apitherapie ist eine spezielle Form der ApiWellness, bei der Luft aus dem Bienenstock inhaliert wird. Diese wird über ein speziell entwickeltes Gerät sanft und ohne die Bienen zu stören aus dem Stock gesaugt. Dabei nimmt der Inhalierende die in der Luft enthaltenen Stoffe wie Pollen, Wachs, Propolis, etc. auf. Dies soll sich lindernd auf Atemwegserkrankungen und Allergien auswirken, während gleichzeitig der Geist zur Ruhe kommt.

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Entspannen lässt es sich im Outdoor-Wellnessbereich auf dem Dach. Dieser lässt sich auch für private Stunden zu zweit exklusiv buchen. Entweder zum Frühstücken oder zum After Dinner Wellness mit Whirlpool und Sauna.

 Für Familie Rinner hört Nachhaltigkeit übrigens nicht an der Tür des Hotels auf. Sie unterstützt ihre Gäste gern bei der Anreise mit der Bahn. Mit der RittenCard, die für die Dauer des Aufenthalts für alle Gäste inklusiv ist, können die öffentlichen Verkehrsmittel sowie die Seilbahn nach Bozen kostenfrei genutzt werden. Für alle Gäste, die mit der Bahn anreisen gewährt das Hotel zudem 50 % Rabatt auf den Tagesverleih von E-Bikes. Und als Partner der Bike-Gastgeber auf dem Ritten können Gäste wöchentlich an kostenfreien, geführten Radtouren teilnehmen.

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Zukunftsvisionen

Als Vorreiter und Pionier in Sachen Bio auf dem Ritten und in Südtirol nutzt Manfred Rinner diese Rolle ganz bewusst, um andere zu inspirieren. Ein regelmäßiger Austausch findet zum Beispiel zwischen 12 Gastronom*innen statt. Aber auch außerhalb der Gastronomie-Szene, will er Leute zum Umdenken anregen. Sein Ziel: 100 % Bio möglichst aus der Region. Dafür fehlen aber noch bestimmte Zulieferer und Produzenten. Dennoch zeigt es: Meist braucht es nur einen Visionär, oder in diesem Fall die Verbindung aus zweien, nämlich dem APIPURA hotel rinner und Bioland Südtirol, um Veränderungen in einer ganzen Region anzustoßen und andere Menschen zum Mitmachen anzuregen. Denn mit der Umstellung des Hotels auf Bio steigt auch die Nachfrage nach Bio-Produkten aus der Umgebung. Mit der gesicherten Abnahme solcher Produkte fällt es Landwirten und Produzenten leichter, selbst eine solche Umstellung vorzunehmen. Eine Entwicklung bei der es nicht unbedingt um Wachstum, sondern um Qualität gehe, wie Manfred Rinner im Interview mit Bioland zusammenfasst.

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Für mehr Informationen besuchen Sie die Microsite des Hotels bei Green Pearls® sowie die Hotel-Website. Anfragen für weitere Informationen und Bilder richten Sie gern an press@greenpearls.com.