Darmstadt,
29
August
2019
|
09:53
Europe/Amsterdam

Gemeinschaftsbasierter Tourismus: Authentische Erfahrungen im Urlaub

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Mit dem Flugzeug um die halbe Welt zu fliegen und sich dann Cocktails auf der Liege am Pool servieren zu lassen, ist längst nicht mehr zeitgemäß. In Zeiten von Flugscham und Klimawandel soll sich eine weite Reise auch lohnen. Und genau dafür steht gemeinschaftsbasierter Tourismus, auch community-based tourism genannt: Die Bewohner zeigen ihr Land und ihr Leben und Reisende übernehmen soziale und ökologische Verantwortung und sammeln authentische Erfahrungen.

Nachhaltig reisen ist ein Geben und Nehmen: Erlebnisse und Begegnungen auf der einen, und Möglichkeiten, die Kultur, Flora und Fauna zu bewahren, auf der anderen Seite. Wir wünschen uns authentische Erlebnisse, also sollten wir dabei helfen, diese Authentizität zu bewahren.

All unsere Partner unterstützen lokalen Gemeinschaften und soziale Projekte. Besonders schön ist es, wenn die Gäste an diesen Projekten auch teilhaben und die Gastfreundschaft der Menschen vor Ort erleben können. Und auch die Locals selbst profitieren vom gemeinschaftsbasierten Tourismus: Sie entscheiden mit, wie sich der Tourismus entwickelt und haben eine zusätzliche Einnahmequelle.

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Homestays in Indien und Natur pur

Wer die Teeregion Assam und die Kultur Indiens ganz authentisch erleben möchte, für den organisiert das Wild Mahseer im östlichen Himalaya gerne eine oder mehrere Nächte bei einer Gastfamilie. Bei den Homestays in den kleinen Gemeinden können Gäste nicht nur das Dorf erkunden, sondern auch die leckere, hausgemachte Küche genießen, bei landwirtschaftlichen Arbeiten helfen oder sich an traditionellem Kunsthandwerk versuchen. Reisende können so in die lokale Kultur eintauchen und sich mit den Bewohnern austauschen; für die Gemeinden der Mishing, Nysishi und Garo entsteht im Gegenzug eine weitere verlässliche Einkommensquelle.

Thailand: Besondere Erlebnisse, die für immer in Erinnerung bleiben

Thailand gehört zu denen beliebtesten und am häufigsten besuchten Destinationen Asiens. Der gemeinschaftsbasierte Tourismus tut nicht nur dem Land gut, auch Reisende profitieren davon, dem Massentourismus zu entfliehen. Thailand ist bekannt für beeindruckende Artenvielfalt und üppige grüne Landschaften. Durch einen Homestay lassen sich diese besonders gut entdecken und auch das Leben der lokalen Bevölkerung kann auf unverfälschte Weise erlebt werden: Urlauber können typische thailändische Gerichte kochen lernen, bei der Produktion von Kunsthandwerk assistieren oder Fischer bei ihrer Arbeit begleiten.

Organisationen wie „Local Alike“ arbeiten Hand in Hand mit Einheimischen. Bewohner bieten eine große Vielzahl von Aktivitäten an, von der Mitarbeit auf einer Mangrovenfarm bis zum Meeresfrüchte-Abendessen auf einem Floß. Der Preis wird vom lokalen Anbieter festgelegt, „Local Alike“ bekommt nur eine geringe Bearbeitungsgebühr. Jede Tour, jedes Erlebnis trägt zum Erhalt von Kultur und Natur bei und unterstützt die Gemeinschaften.

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Essen für Schulkinder im Zeavola Resort

Das thailändische Zeavola Resort lädt alle Gäste ein, die örtliche Schule Baan Laem Tong zu besuchen und bei der Essensausgabe zu helfen. Jeden Freitag kochen Mitarbeiter des Zeavola für die Schüler und Lehrer, finanziert wird das Projekt vom Hotel und seinen Gästen, die bis zu 3.000 € pro Jahr spenden. Die etwa 40 Schüler kommen aus einem kleinen Moken-Dorf, das nur fünf Minuten vom Eco-Resort entfernt liegt. Die Moken, auch als Seenomaden bekannt, sind für die Unterstützung des Resorts sehr dankbar, denn das Essen und die Mittel sind aufgrund der abgelegenen Lage oft knapp. Wer hier mithilft, kann das Leben auf Phi Phi Island von einer anderen Seite kennenlernen.

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Urlaub in der Heimat der Berber

Die Kasbah du Toubkal liegt am Fuße des Jbel Toubkal, dem höchsten Berg Nordafrikas. Und es ist kein Hotel im herkömmlichen Sinne, es ist vielmehr eine Erweiterung der Gastfreundschaft, eine Einladung in das Zuhause der Berber, die es betreiben. Die einheimische Bevölkerung und die Hotelgäste sollen gleichermaßen profitieren. Für Gäste bietet ein Aufenthalt in der Kasbah du Toubkal die einmalige Gelegenheit, mehr über die Kultur und den Lebensstil der Berber zu lernen. 95 % der Mitarbeiter kommen aus Dörfern der Region, 80 % aus dem Umkreis von 2 Kilometern. Das prägt das marokkanische Hotel im Atlasgebirge.

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Die Imlil Village Association – finanziert durch fünf Prozent Übernachtungs-Zuschlag – unterstützt lokale Projekte. So entstand bereits eine Schule für 80 Kinder in einem abgelegenen Tal, für die es sonst unmöglich wäre, die Schule zu besuchen. Außerdem wurde zum Beispiel ein Abfallentsorgungssystem finanziert und sie ermöglichte den ersten Krankenwagen und Fahrer des Gebiets. Das Projekt „Ausbildung für alle“ fördert besonders junge, benachteiligte Mädchen und gibt ihnen die Gelegenheit, die Schule zu vollenden und zur Universität zu gehen.

Eco-Luxus und Naturerfahrungen in Peru

Die Inkaterra Hacienda Urubamba liegt in der Region Cusco und einzigartige Naturerfahrungen, soziale Verantwortung, geführte Exkursionen und ein Spektrum von kulturellen Angeboten sind hier eng miteinander verbunden. Empfehlenswert ist ein Ausflug in das Zentrum für traditionelle Textilien Cusco: Hier zeigen die Mitarbeiterinnen, wie Wolle gesponnen, natürlich gefärbt und anschließend zu den verschiedensten Textilien gewebt wird. Die Frauen haben hier einen sicheren Arbeitsplatz mit fairen Löhnen. Jede von ihnen ist von der Wollherstellung bis zum Verkauf selbst für ihr Handwerk zuständig und für einen Poncho sind das schon mal drei Monate – das sollte man beim Verhandeln bedenken.

Die Inkaterra Asociación führt ökologische Forschungen innerhalb der Inkaterra Hotels durch, an denen auch Gäste teilnehmen können. Vor allem die Inkaterra Guides Field Station ist eine bereichernde Erfahrung für Naturliebhaber, Forscher, Studenten und Freiwillige und lädt alle ein, den peruanischen Amazonas durch interaktive Ausflüge zu erkunden. Authentischer und näher kann man den Regenwald nicht erleben.

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