Nachhaltige Renovierung auf historischen Spuren - Nicht ganz neu, aber doch ganz anders (Fortsetzung)
Hotels und Ferienwohnungen in historischem Bestand haben ihren ganz besonderen Charme. Wenn sie dazu auch noch modern, nachhaltig und komfortabel sind, werden sie zu einer richtigen „Grünen Perle“. Im ersten Teil dieses Newsletters haben wir Sie bereits auf eine kleine Zeitreise zu den faszinierenden Ursprüngen einiger Green Pearls® Partnerhotels eingeladen. Begleiten sie uns nun auf dem 2. Teil der Reise und sehen Sie, welche Geschichte und Geschichten sich in den Mauern der modern und nachhaltig renovierten Gebäude verbergen.
Industrielle Produktion trifft auf Eleganz der Gegenwart im ROMANTIC Boutique Hotel & Spa
Beginnen wir Mitte des 19. Jahrhunderts in Litauen, in Panevėžys, der fünftgrößten Stadt Litauens, wo gerade die erste mechanische Mühle des Landes in Betrieb genommen wird. Geschäftig geht es hier zu. In Hochzeiten sollen hier über 5 Millionen Tonnen Mehl pro Jahr produziert worden sein, die mit dem Zug nach Riga, St. Petersburg, Moskau, Warschau und den Hafen von Liepaja weitertransportiert wurden. Vor 10 Jahren übernahmen Direktorin Dalia Remeikaitė und ihre Tochter Dovilė Šipelienė das heutige 4-Sterne-ROMANTIC Boutique Hotel & Spa am Ufer des Flusses Nevėžis und renovierten es mit einem starken Fokus auf Nachhaltigkeit. Viele Originalkonstruktionen der Mühle wie Holzbalken, Metallsäulen und Deckenpaneele blieben erhalten. Das Gebäude steht heute auf der Liste der historischen und kulturellen Denkmäler der Republik Litauen.
Kasbah du Toubkal – Zu Besuch bei den marokkanischen Berbern
Es geht weiter in das mehrere Jahrhunderte alte marokkanische Hinterland am Fuße des Ibel Toubkal dem höchsten Berg Nordafrikas. Über dem Dorf Imlil, im marokkanischen Hohen Atlasgebirges, thront die Kasbah du Toubkal, Festungsanlage und Sommerresidenz eines lokalen Herrschers. Als Mike McHugo und sein Bruder Chris die völlig verfallene Kasbah 1995 entdeckten und zu einem Bergferiendorf renovierten, mussten alle Materialien von Hand oder auf dem Rücken von Maultieren herangeschafft werden, denn in dieser abgelegenen Region gibt erst seit 1997 Elektrizität. Entstanden ist auf 1.820 Metern ein komfortables und inspirierendes Zuhause in traditionellem Stil, Panoramablick über die Berge eingeschlossen. Die Kasbah du Toubkal wird in enger Partnerschaft mit der örtlichen Berbergemeinschaft betrieben. Jeweils eine fünfprozentige Abgabe, auf die Übernachtungsrechnungen der Gäste fließt an die Dorfbewohner zurück.
Andächtige Stille im Pariser Le Pavillon
Wir reisen nach Paris, in ein kleines Kloster im Schatten des Eiffelturms. Dieser Ort der Stille, der den Mönchen Andachts- und Rückzugsort war, ist auch heute noch eine Oase der Ruhe im dichten Straßengewirr der französischen Metropole. Tommy und Barbara Tascijevic, Besitzer des heutigen Boutique Hotels mit 15 Zimmern, waren von der Atmosphäre des Klosters tief berührt und spürten förmlich, dass es wachgeküsst werden wollte. Entstanden ist mit dem Hôtel Le Pavillon ein nachhaltig renoviertes Kleinod, das erste Hotel in Frankreich mit Zimmern ohne störende elektromagnetische Strahlungen. Ländliche Ruhe inmitten der Stadt und fußläufig zu allen Sehenswürdigkeiten.
Lustwandeln auf kaiserlichen Spuren im Hotel Schloss Wartegg
Die letzte Station unserer Reise zu den historischen Ursprüngen unserer Green Pearls® Partnerhotels liegt in der Schweiz am Bodensee. Ziel ist Schloss Wartegg, herrschaftlich oberhalb des Seeufers gelegen. Bevor wir das strahlend weiße Schloss betreten, bewundern wir erst einmal bei einem Spaziergang die 130.000 m2große Parkanlage mit ihren hohen Linden, Platanen und Kastanien, Wasserläufen und lauschigen Lichtungen. Und schon fühlen wir uns mitten drin im Adelsleben vergangener Jahrhunderte mit Pferden, Kutschen, wallenden Roben und geschäftigen Gärtnern. Kaspar Blarer von Wartensee, Vogt in Arbon im Dienst des Bistums Konstanz, erbaute Schloss Wartegg 1557 auf einem ehemaligen Gutshof. Im Laufe der Jahrhunderte kam das Schloss in wechselnde Hände und diente als diplomatische Vertretung und Exilsitz. Nach dem Ende des Kaiserreichs lebte Kaiserin Zita mit ihren Kindern einige Zeit in der schönen Schlossanlage. Erst in der Mitte des letzten Jahrhunderts verfiel das Schloss zunehmend. Die Familie Mijnssen erwarb das Schlossgebäude und den Großteil des Parkes im Jahr 1994 und renovierte die Räumlichkeiten baubiologisch zu einem nachhaltig-modernen Hotelbetrieb mit Sandstein und Holz aus der Region und dem eigenen Park. Für die Innenausstattung wurden ausschließlich Naturtextilien verwendet.
An diesem wunderschönen Ort, an dem uns die Gastgeber Irmela Senn und Richard Butz willkommen heißen, können wir uns jetzt von der weiten Reise erholen. Schön, dass Sie dabei waren!
