Slow Travel und Eco-Luxus in der Schweiz – Nachhaltige Reiseerlebnisse mit Swisstainable und Green Pearls® Partnerhotels
Die Schweizer Alpen stehen für einzigartige Natur, klare Bergluft und Orte der Stille – ideale Rahmenbedingungen für eine achtsame und nachhaltige Entwicklung des Tourismus‘. In diesem Punkt sind das Waldhotel Fletschhorn in Saas-Fee und das Hotel Bella Vista in Zermatt prägende Beispiele für gelebte alpine Nachhaltigkeit. Sie zeigen, wie bewusste Auszeiten in einem luxuriösem, aber gleichzeitig verantwortlichem Rahmen möglich sind.
Alpine Nachhaltigkeit erleben
Die Schweiz hat es sich zum Ziel gesetzt, zu einer der nachhaltigsten Destinationen weltweit zu werden. Zum einen folgen sie damit dem globalen Trend für bewusstere und verträglichere Reisen, zum anderen jedoch, ist das Land auf die Intaktheit seiner Natur und der empfindlichen, alpinen Ökosysteme angewiesen. Zudem ist der Klimawandel in dem Alpenland unmittelbar spürbar: Gletscher schmelzen, Jahreszeiten verschieben sich, der Schnee in tieferen Lagen bleibt aus.
Dem Wandel der Jahreszeiten und damit der Reisesaisons und welche Auswirkungen dies auf den Tourismus hat, haben wir einen ausführlichen Blogartikel gewidmet. Zu Wort kommen neben den nachhaltigen Green Pearls® Hotels auch die Bergbahnen Zermatt, die ihren Blick auf die Entwicklung teilen.
Ein starker Rahmen: Swisstainable als nationale Nachhaltigkeitsstrategie
Nachhaltigkeit ist im Schweizer Tourismus also längst kein Nischenthema mehr, sondern integraler Bestandteil einer nationalen Strategie. Mit dem Programm Swisstainable hat Schweiz Tourismus gemeinsam mit Partnerorganisationen eine Initiative ins Leben gerufen, die nachhaltiges Reisen einfacher, sichtbarer und transparenter macht. Das Ziel: Betriebe auf ihrem Weg zu mehr Nachhaltigkeit zu begleiten und gleichzeitig Gästen eine verlässliche Orientierung zu bieten.
Swisstainable ist dabei kein klassisches Zertifikat, sondern ein dreistufiges Programm. Es bewertet nicht nur die gegenwärtige Nachhaltigkeitsleistung, sondern fördert aktiv Weiterentwicklung. Die teilnehmenden Betriebe verpflichten sich dazu, langfristige Nachhaltigkeitsziele zu verfolgen und kontinuierlich Fortschritte zu dokumentieren. Dabei werden ökologische, wirtschaftliche und soziale Kriterien gleichermaßen berücksichtigt. Der Fokus liegt auf glaubwürdiger Kommunikation, echter Veränderung und messbaren Effekten.
Noch ein Label?
Für Gäste bedeutet Swisstainable: Transparenz, Orientierung und Vertrauen. Und für Hotels wie zum Beispiel das Hotel Bella Vista ist das Programm ein sinnvoller Rahmen, der ihre individuellen Maßnahmen unterstützt – ohne sie in starre Schablonen zu pressen. Alle teilnehmenden Häuser erfüllen die Mindestanforderungen an ein umfassendes Nachhaltigkeitsmanagement und setzen die Prinzipien in unterschiedlichen Bereichen konsequent um: sei es durch regionale Kreisläufe, erneuerbare Energie, soziale Verantwortung oder bewusste Gästekommunikation.
Wandel im Reiseverhalten: Slow Travel als Haltung
Immer mehr Reisende suchen nach Orten der Entschleunigung, nach Qualität statt Quantität. Statt Konsum und Geschwindigkeit stehen heute oftmals Sinnstiftung, Rückzug und auch Verantwortungsbewusstsein im Mittelpunkt. In der Schweiz gestalten Hotels wie das Waldhotel Fletschhorn und das Hotel Bella Vista Zermatt diesen Wandel aktiv mit: Sie setzen auf regionale Wertschöpfung, reduzieren bewusst den Ressourcenverbrauch und pflegen eine Form der Gastfreundschaft, die auf Achtsamkeit, Authentizität und persönlichem Engagement beruht. Dabei geht es nicht um Perfektion, sondern um Haltung – sichtbar etwa in der Zero-Waste-Küche, den regionalen Lieferketten oder dem bewussten Umgang mit Energie.
Ein zusätzlicher Aspekt ist, dass beide Hotels im autofreien Umfeld operieren – ein entscheidender Baustein für klima- und umweltfreundlichen Alpintourismus. Saas-Fee und Zermatt setzen weitgehend auf E-Mobilität und sanfte Verkehrsformen. Dadurch entsteht eine Atmosphäre, die Ruhe fördert, CO₂-Emissionen senkt und im Einklang mit der Natur steht – perfekte Voraussetzungen für Slow Travel.
Gerade für Journalist*innen bietet dieser Perspektivwechsel im Alpenraum ein spannendes Themenfeld: der Wandel im Tourismus, neue Zielgruppen, veränderte Reisebedürfnisse. Die beiden Green Pearls® Partnerhotels sind Beispiele für eine Zukunft des Reisens, die alpine Identität bewahrt und gleichzeitig mutig neu denkt – gesellschaftlich relevant und voller persönlicher Geschichten.
Das Waldhotel Fletschhorn – Genuss-Hideaway in Saas-Fee
Das 1906 gegründete Boutiquehotel Waldhotel Fletschhorn liegt umgeben von dichten Nadelwäldern oberhalb von Saas-Fee. Knapp zwanzig Minuten dauert der Weg aus dem Tal durch den Wald hier hinauf (alternativ: fünf Minuten mit dem hoteleigenen E-Shuttle). Oben angekommen erwartet die Gäste vor allem eines: absolute Ruhe. Das Hotel besticht durch luxuriösen, gemütlichen Charme ohne, dass ein Hüttengefühl aufkommt. Die dreizehn Zimmer und Suiten sind modern und stilvoll ausgestattet und bieten vom privaten Balkon oder der eigenen Terrasse einen unvergleichlichen Blick auf das Bergpanorama.
Ökologische Pionierarbeit zeigt sich im Wasser- und Energiekonzept: Das Haus bezieht Wasser aus einer artesischen Quelle auf 2.100 m, nutzt UV-Desinfektion, plant eine Photovoltaik-Anlage und bezieht erneuerbare Energie aus lokaler Wasserkraft. Durch die Kombination von traditioneller Bauweise und zeitgemäßen Um- und Anbauten wird die nachhaltige Architektur deutlich.
Das Hotel engagiert sich zudem aktiv im Tier- und Pflanzenschutz und betreut drei eigene Bienenvölker. Pestizidverzicht und Wildtierfreundlichkeit sind selbstverständlich, sodass Rehe, die am Morgen auf den Wiesen des Hotels äsen, keine Seltenheit sind.
Das Herz des Waldhotels ist jedoch das überregional bekannte Gourmetrestaurant mit seiner gehobenen, traditionellen Küche. Regionale und möglichst biologisch-angebaute Produkte bilden die Basis der Gerichte. Auch der größte Teil der über 7.000 Weine kommen aus der Region, und Fisch stammt aus dem eigenen Teich. Dieses Zusammenspiel von Naturbezug und exzellenter Küche macht das Fletschhorn zu einem Vorbild nachhaltigen Urlaubsgenusses.
Hotel Bella Vista Zermatt – Familiengeführt, durchdacht, nachhaltig
Das Hotel Bella Vista in Zermatt, bestehend seit 1962, vereint alpine Gemütlichkeit mit ehrlicher Nachhaltigkeit. Die Familie Anthamatten und ihr Team setzt auf enge, lokale Partnerschaften, herzliche Gastfreundschaft – und Strom aus Wasserkraft. Das gemütliche Boutiquehotel bietet 21 Zimmer im alpinen Stil und einen fantastischen Blick auf das Matterhorn. Es ist zudem mit der 2. Stufe von Swisstainable ausgezeichnet und setzt sich für den Schutz und Respekt der Berglandschaft und der Natur ein.
Umweltthemen und Unterstützung in Wohnraumfragen. Die Hotelchefin Fabienne Anthamatten ist zudem aktive Kämpferin für nachhaltigen Tourismus in der Region und Teil der Hoteliersvereinigung von Zermatt. Im Hotel selbst werden Energie- und Wassersparmaßnahmen umgesetzt. Es gibt einen Kräuter- und Gemüsegarten auf dem Garagendach und Brot, Marmeladen und ein veganer Löwenzahnhonig stammen direkt aus eigener Produktion.
Nachhaltigkeit – Individuell und mit Substanz
Mit dem Hotel Bella Vista und dem Waldhotel Fletschhorn stellen sich zwei sehr unterschiedliche, aber gleichermaßen engagierte Häuser den Herausforderungen eines nachhaltigen Schweizer-Alpen-Tourismus. Beide setzen auf regionale Kreisläufe, sanfte Mobilität und eine ehrlich-herzliche Gastlichkeit – jenseits von Überangebot und austauschbarem Luxus. Ob alpine Architektur, regionale Gourmet-Küche, sozialverantwortliches Wirtschaften oder ganzheitlich gedachte Rückzugsorte: Nachhaltiges Engagement zeigt sich hier in zahlreichen Facetten.
Während das Bella Vista zusätzlich im Rahmen des nationalen Nachhaltigkeitsprogramms Swisstainable agiert und so Teil einer übergeordneten Strategie ist, lebt das Waldhotel Fletschhorn seine Verantwortung mit einem anderen aber nicht weniger engagierten Ansatz – unabhängig, konsequent und nah an Natur und Region.
_____________________________
Gerne stellen wir weiterführende Informationen, hochwertiges Bildmaterial sowie ggf. Kontakt zu Interviewpartner*innen zur Verfügung – für Recherchen, Features oder Themenschwerpunkte rund um nachhaltigen Tourismus in der Schweiz.
