Spa-Betrieb in der Energiekrise: So stellen sich die Green Pearls® Partner der Herausforderung
Energieeffizienz. Energieverbrauch. Betriebskosten. Überall hört man momentan diese Begriffe. Unternehmer und Privatpersonen blicken der kommenden Heizperiode mit zum Teil bangen Blicken entgegen.
Auch die Green Pearls ®Hoteliers stehen vor einer neuen Herausforderung. Die Zimmer sollen warm sein und im Spa-Bereich sollen die Gäste ihre eigenen Sorgen einen Moment lang vergessen können. Gleichzeitig sind im Angesicht der Klimakrise und der steigenden Energiekosten ein Umdenken und Handeln dringend erforderlich.
Nachhaltige Energiekonzepte und kreative Lösungen
Der Hotelsektor trägt mit etwa 4 % zum aktuellen Verbrauch der Energieressourcen bei. So sind Einsparungen auch hier ein unvermeidbarer Schritt. Für unsere Green Pearls® Partner liegt nachhaltiges Wirtschaften im Einklang mit der Natur in ihrer DNA. Angesichts der aktuellen Lage setzen sie ganz selbstverständlich verstärkt nachhaltige Energiekonzepte und kreative Lösungen um.
Auch wenn der Hotelsektor im Vergleich zum produzierenden Gewerbe nur einen geringen Anteil am Verbrauch der Energieressourcen hat, birgt er ein hohes Einsparungspotenzial, besonders im Spa-Bereich. Hier werden Saunen, Schwimmbecken und Dampfbäder geheizt. Die Raumtemperatur ist höher und die Lichter brennen länger als zum Beispiel in den Zimmern. Der hohe Energieverbrauch ist den Green Pearls ® Partnern bewusst, sodass sie innerhalb ihrer Nachhaltigkeitsstrategien von Anfang an auf energieeffiziente Konzepte gesetzt haben. Für den kommenden Winter planen fast alle eine weitere Anpassung an die Gasknappheit und die aktuelle Situation
Spa-Bereiche exklusiv buchen und Energie sparen
Unter dem Motto „Weihrerhof goes green“ blieb im Hotel Weihrerhof auf dem Ritten schon im Sommer eine Sauna ungenutzt. Familie Pichler hatte sich aufgrund der sommerlichen Temperaturen dazu entschieden. Auch im Winter werden die Saunazeiten gekürzt, sodass sie nur dann laufen, wenn sie auch tatsächlich genutzt werden.
Ähnlich verfuhr das Hotel Bella Vista Zermatt. Im Sommer öffnete es den Spa-Bereich nur auf Anfrage und reduzierte so den Stromverbrauch. Für den Winter sind Kürzungen der Wellnesszeiten oder die Inbetriebnahme von nur einer der beiden Saunen angedacht. Mit einem reichen Erfahrungsschatz in der kurzfristigen, flexiblen Umsetzung neuer Maßnahmen aus der Corona-Krise blickt das Bella Vista optimistisch auf die bevorstehende Wintersaison.
Auch die Schäferwagensauna im Hotel Okelmann’s im niedersächsischen Warpe wird nur dann angeheizt, wenn sie Gäste sie vorher buchen. Das schont effizient Ressourcen. Auch der Hot Tub des Hauses muss individuell vorab gebucht werden. Erst dann wird er beheizt. Allerdings nicht mit Gas, sondern mit Totholz aus dem eigenen Waldgebiet.
Statt eines Schäferwagens erwartet die Gäste des Lifestylehotels SAND an der Ostseeküste eine Rooftop Sauna mit Blick über das Umland. Nicht erst seit der bevorstehenden Energiekrise wird diese Sauna nur nach vorheriger Anmeldung geheizt und kann dann exklusiv genutzt werden. Neben dem Exklusiv-Betrieb der Sauna achtete das SAND schon beim Bau des Gebäudes 2017 auf optimale Isolierung unter anderem durch den Einbau von Cero Schiebetüren. Geplant ist zudem die Beheizung und Kühlung des Sunny Side Gebäudes mit Erdwärme, sowie der Bau einer Fotovoltaikanlage.
Individuelle Gebäudetechnik
Im Hotel Das Rübezahl in Bayern steht dem Hotelbetrieb auch im Fall eines Gasausfalls nichts im Weg. Pool und Außenpool werden bereits ausschließlich mit der Abwärme der eigenen Kühlhäuser geheizt. Die Regulierung u. a. der Sauna wird manuell durch Zeitschaltuhren angepasst. Zukünftig soll ein automatisches System solche energieintensiven Anlagen zu bestimmten Zeiten an die individuelle Außentemperatur und Nutzung anpassen.
Ein solches automatisches System ist zum Beispiel Spa Control, das seit einigen Jahren im Gut Nisdorf zum Einsatz kommt. Durch Bewegungsmelder gehen mithilfe von Spa Control Licht und Sauna nur dann an, wenn sich jemand im entsprechenden Bereich befindet. Dem Team des Guts war es wichtig, dass die Gäste den Wellnessbereich am Nachmittag uneingeschränkt und ohne vorherige Anmeldung nutzen können. Trotzdem sollte nicht unnötig Energie verbraucht werden.
Innovative und nachhaltige Konzepte
Mit dem Betrieb moderner und energiesparender Geräte setzt auch das Rehlegg ein Zeichen in Sachen Energieeffizienz. Der Außenpool erhält seine Wärme über eine Solarthermie, bereits 50 % des Strombedarfs können hier aus eigener Produktion gedeckt werden. Um für die Zukunft gerüstet zu sein, plant das Rehlegg eine Fotovoltaikanlage.
Strom aus der hauseigenen Solaranlage, zwei eigene Blockheizkraftwerke für Energie und Wärme – Im HUBERTUS Mountain Refugio ist das Energiekonzept von vorn bis hinten auf Nachhaltigkeit ausgerichtet. Das erstreckt sich auch auf den neu erbauten Mountain Spring Spa.
Unter dem Tauchbecken im Saunabereich und dem Naturbadesee verläuft ein Kollektorfeld mit Kühlflüssigkeit. Die dort gewonnene Kühle ermöglicht es, die Böden der Saunas von bis zu 60 °C auf angenehme Temperaturen zu senken. Im Winter bietet diese Anlage die Lösung dafür, dass das Tauchbecken nicht extra aufgewärmt werden muss und somit nicht einfriert.
Durch die moderne Verschattungsanlage im HUBERTUS verdunkeln Jalousien zu bestimmten Bedingungen die Hotelzimmer und den Spa-Bereich. Im Sommer muss der Spa dadurch fast 30 % weniger gekühlt werden.
Wasser aus nachhaltigen Quellen
Der Anblick des HUBERTUS ist geprägt von dem Wasser, das es in Form eines Infinity-Pools, des Tauchbeckens und des Naturbadesees umgibt. Das dafür genutzte Wasser stammt aus der eigenen Bergquelle. Hier bezieht das Hotel auch das Wasser für die Gartenanlage und die Toiletten im Spa-Bereich her. Das Abwasser wird über die regionale Kläranlage im Tal weitergeleitet, um die Balderschwanger Quelle zu entlasten
Mit kreativen und innovativen Konzepten blicken die Green Pearls® Partner dem Winter entgegen. Die Gäste können sich darauf verlassen, dass alles getan wird, um den Energieverbrauch zu senken und ihnen zeitgleich ein erholsamer Aufenthalt ermöglicht wird. Mehr Informationen über die Hotels, ihre Nachhaltigkeitskonzepte und Maßnahmen gibt es auf www.greenpearls.de sowie auf den Seiten der Hotels.
