Liguria ,
30
Juli
2020
|
09:22
Europe/Amsterdam

Urlaub in Italien in Zeiten von Corona – ein Erfahrungsbericht

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Als Gründerin von Green Pearls® reise ich viel beruflich und gerne privat. Jedes Jahr seit 2013 führt mich mein Weg nach Italien, genauer gesagt nach Borgomaro, einem kleinen Dorf in Ligurien. Ich habe mich dort verliebt, in ein kleines, feines Hotel, das Relais del Maro. Es ist wie eine zweite Heimat für uns. Wir hatten auch für dieses Jahr Pläne und wussten aber wegen Covid -19 nicht, ob wir überhaupt fahren können und wollen und wenn, ob es sich dann wirklich anfühlt wie Urlaub. Zu tief haben sich die Bilder von Bergamo in unser Gedächtnis gebrannt. Ein Gefühl und eine Angst, die wir mit vielen Menschen weltweit teilen. Nach Telefonaten mit Elena Scalambrin, der Besitzerin und Recherche im Internet, haben wir uns vor drei Wochen kurzfristig entschieden: Wir fahren. Unser Weg führte uns über die Schweiz, wo wir erstaunt  feststellten, dass wir die einzigen mit Masken waren. In Imperia, Ligurien angekommen, waren wir erleichtert zu sehen, dass Masken zum Alltag der Bevölkerung gehören, viele tragen sie auch auf der Straße.

Relais del Maro

Das Tragen der Masken innerhalb geschlossener Räume ist Pflicht, aber auch außerhalb trugen sie viele Gäste auf dem Weg zum Tisch. Außer Desinfektionsmitteln, die dem Gast überall zur Verfügung stehen, dem häufigen Desinfizieren der Tische durch das Personal, den Masken, und dem Frühstück, das am Tage zuvor bestellt werden musste und dem Buffet gewichen ist, konnten wir keinen Unterschied zu Zeiten vor Corona feststellen. Dennoch haben viele Gäste storniert, respektive auf das nächste Jahr verschoben. Der Schrecken über die Bilder aus Italien scheint allgegenwärtig,

Im Hotel fühlten wir uns sicher und waren gespannt, wie sich das im Trubel der Strände und kleinen Städte anfühlt.

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Der Strand 

Noch müde von der langen Fahrt führte unser Weg am nächsten Morgen in unser Lieblings-Bagno, Bagni Manè. Am Eingang lag ein Buch aus, in dem man sich täglich eintragen musste mit Namen, Adresse und Telefonnummer. Das Tragen von Masken ist auch hier Pflicht, wenn man die Außenterrasse betritt oder bis man die Liege erreicht hat. Allerdings wurde das im Strandbereich nicht immer so ganz ernst genommen. Masken sind in Ligurien im Freien nicht mehr vorgeschrieben. Dennoch tragen sie viele Menschen auch in den Außenbereichen der Restaurants und engen Gassen aus Rücksicht auf die Mitmenschen. 

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Wir haben die 12 Tage dort sehr genossen und uns gut erholt. Die Disziplin der meisten Italiener was Abstand und Masken angeht, ist vorbildlich.  Die Menschen gehen zumeist souverän und verantwortungsvoll mit der Herausforderung Covid-19 um. Auch die anderen Gäste des Relais del Maro teilten und bestätigten unsere durchweg positiven Erfahrungen.

Gäste berichten 

Chris und Ingrid Van Laethem-Dreezen aus Hasselt in Belgien haben ihre Gefühle und Erlebnisse für uns notiert.

„Zuerst hatten wir ernsthafte Zweifel, nach Italien zu reisen. Die schrecklichen Bilder von Bergamo und Mailand hatten ein Bild von Italien als dem gefährlichsten Land Europas geschaffen. Aber das ligurische Hinterland ist ganz anders als die großen Städte in der Lombardei, und unsere früheren Besuche in Borgomaro bestärkten uns in unserem Vertrauen in die Mitarbeiter des Relais del Maro. Nach fünf anstrengenden und angespannten Monaten der Arbeit in unserer Gemeindeapotheke während des COVID-Ausbruchs brauchten wir dringend eine Auszeit!

So verließen wir am 10. Juli früh morgens unser belgisches Zuhause und machten uns auf eine 1150 km lange Non-Stop-Reise in den sicheren Zufluchtsort Borgomaro. Die Fahrt nach Mailand verlief ereignislos und zügig, aber die letzten 150 km waren eine Tortur. Ein cleverer Beamter beschloss, in der Hochsaison Abschnitte der Autobahn entlang der Küste zu erneuern, was zu monströsen Staus führte.

Nach einer vierzehnstündigen Fahrt kamen wir schließlich im Relais an, wo wir von der immer freundlichen Besitzerin Elena und ihrer Mama Piera sowie Martina begrüßt wurden. Auf wunderbare Weise gelang es ihnen, alle möglichen Vorkehrungen zu treffen, um für ihre Gästen einen sicheren Aufenthalt zu gewährleisten und gleichzeitig ihr fantastisches Niveau an Gastfreundschaft beizubehalten. Ja, sie mussten das Frühstücksbuffet absagen; aber nur diejenigen, die es schon einmal erlebt haben, werden es vermissen. Jeder Neuankömmling im Relais wird von dem ausgezeichneten Service und der wunderbaren Vielfalt des Essens begeistert sein.

 

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Aktivitäten

Das Impero-Tal ist wie immer wunderschön, für diejenigen, die gerne wandern und die Natur genießen. Mit dem Auto sind es nur fünfzehn Autominuten nach Imperia, mit vielen Restaurants und einem lebhaften Jachthafen und Stränden. Wir aßen auf einer Terrasse am Strand zu Abend, und das Personal war freundlich und diszipliniert, was die Sicherheit anging. Es gab keinen Moment, in dem wir uns unsicher fühlten. Für diejenigen, die sich weniger abenteuerlustig fühlen, hat Elena gute Vereinbarungen mit den örtlichen Restaurantbesitzern getroffen, die sogar auf dem Pooldeck für das Catering sorgen.Im Moment würden wir am liebsten hierbleiben, denn wir fühlen uns so wohl in dieser kleinen Oase, dass wir einen längeren Aufenthalt in Erwägung ziehen... :-)“

 

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Corona Regeln Italien Urlaub 2020

  • Italien begrenzt Anzahl der Mitfahrer im Auto
  • Für Reisende aus einem Haushalt gibt es keine Einschränkungen – ebenso keine Maskenpflicht
  • Maskenpflicht für Personen aus unterschiedlichen Haushalten
  • Höchstens 2 Mitfahrer pro Sitzreihe in einigen Provinzen
  • Die Flughäfen in Italien sind wieder in Betrieb, außerdem gibt es wieder mehr Bahnverbindungen. Die Deutsche Bahn fährt wieder alle Ziele in Italien an, ebenso der Flixbus.
  • In allen Geschäften, Zügen oder anderen geschlossenen Räumen gilt Maskenpflicht, die mindestens bis zum 31. Juli verlängert wurde
  • Für Strandbesuche gilt vorher reservieren. Die Sonnenschirme am Strand müssen weit genug voneinander entfernt stehen (pro Schirm zehn Quadratmeter Fläche) und einen Mindestabstand zur nächsten Liege von 3 Metern haben.
  • In allen Restaurants und Cafes gilt Maskenpflicht. Desinfektionsmittel müssen überall bereitstehen. In einigen Geschäften müssen Kunden Einweghandschuhe tragen. Es darf überall Fieber gemessen und der Zutritt ab einer Körpertemperatur von 37,5 Grad verweigert werden.
  • Es gibt in den Provinzen unterschiedliche zusätzliche Regelungen, bitte vor der Reise prüfen

Die Hoteliers und Gastronomen warten und hoffen auf Gäste aus Deutschland und anderen Ländern. Italien braucht uns gerade jetzt.