Darmstadt,
03
September
2025
|
11:30
Europe/Amsterdam

Vom Müssen zum Sein – So trifft das Hotel Weihrerhof den Nerv der Zeit

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Immer mehr Reisende suchen im Urlaub nicht das große Spektakel, sondern Ruhe, Natur und Authentizität. Statt Dauerprogramm und WLAN-Hotspots sind Orte gefragt, die Entschleunigung ermöglichen und eine Haltung, die nicht auf Trendwellen reitet, sondern ehrlich und tief verwurzelt ist. Das Hotel Weihrerhof am Wolfsgrubener See in Südtirol zeigt, wie sich dieser Wunsch in konkrete Erlebnisse übersetzen lässt, mit Digital Detox, Naturprojekten und stillen Kraftplätzen.

Reisen im Wandel – von FOMO zu JOMO

Noch vor wenigen Jahren war Urlaub für viele ein Wettlauf gegen die Zeit: Möglichst viele Sehenswürdigkeiten abhaken, Erlebnisse sammeln, den Terminkalender randvoll mit Programmpunkten, das Smartphone stets griffbereit, um jeden Moment festzuhalten, am besten in Selfie-Form. Angetrieben wurde dieses Tempo oft von der sogenannten FOMO, der „Fear of Missing Out“, der Angst, etwas zu verpassen.

Heute hat sich die Reisekultur spürbar gewandelt. Menschen suchen im Urlaub nicht mehr nur die Ferne, sondern vor allem Nähe, zu sich selbst, zur Natur, zu echter Ruhe. An die Stelle von FOMO tritt zunehmend JOMO, die „Joy of Missing Out“: die Freude, nicht überall dabei sein zu müssen, das bewusste Verzichten auf Überangebot und Dauerpräsenz, um stattdessen im Moment anzukommen. Statt To-do-Listen gibt es bewusst eingelegte Pausen, statt Daueronline lieber Digital Detox.

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Zahlreiche Studien bestätigen diesen Trend. Die Reiseanalyse der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR) 2024 zeigt: Das Interesse an achtsamem, nachhaltigem und entschleunigtem Reisen wächst seit Jahren, verstärkt durch die Erfahrungen der Pandemie. Die Top-Motive: Ruhe, Naturerlebnisse, Zeit für sich, weniger Konsum und weniger Programmdruck. Auch Booking.com belegt dies im Sustainable Travel Report 2023: 44 % suchen gezielt Angebote, die Stress reduzieren und bewusstes Reisen fördern.

Kurz gesagt: Gäste wollen nicht mehr rund um die Uhr bespaßt werden. Sie wollen sich wieder selbst spüren und die Freude daran genießen, auch einmal nichts zu tun.

Vom Trend zur gelebten Haltung

Wer den Wolfsgrubener See zum ersten Mal sieht, versteht sofort, warum der Weihrerhof hier steht. Das nachhaltige Familien- und Wellnesshotel liegt eingebettet zwischen Wald, Wiesen und Wasser direkt am Seeufer – mit einem Blick, der fast automatisch tief durchatmen lässt. Geführt von Manuela und Klaus Pichler, versteht sich der Weihrerhof nicht als klassisches Hotel, sondern als Gastgeber, der Räume schafft: Räume zum Sein, nicht zum Müssen.

Die Philosophie der Gastgeber lässt sich in drei Leitsätzen zusammenfassen:

  • Nicht unterhalten, sondern ermöglichen.
  • Nicht belehren, sondern inspirieren.
  • Nicht inszenieren, sondern einladen.
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November am See – Tempo raus, Energie rein

Im Weihrerhof wird nichts überladen und kein künstlicher Erlebnispark erschaffen. Stattdessen setzt man hier bewusst auf Reduktion. Für Klaus Pichler ist klar: „Weniger ist mehr. Nicht ständig unterhalten werden, sondern mich mit mir selbst, meinem Partner oder meiner Familie auseinandersetzen. Und gerade der Herbst am See lädt dazu ein, das Tempo bewusst zu drosseln. Morgens liegt oft Nebel über dem Wasser, nachmittags taucht das Herbstlicht den Wald in warme Farben. Der Weihrerhof nutzt diese Zeit, um Gästen bewusst mit einem Komplett-Angebot Entschleunigung zu ermöglichen.

Das November-Angebot umfasst:
4 Übernachtungen zum Preis von 3 (Mittwoch bis Sonntag)
Gourmet-Halbpension mit Langschläferfrühstück bis 11 Uhr
Freier Zugang zum SeaSpa mit Sauna, Dampfbad und Indoorpool
Nutzung der RittenCard für kostenlose Mobilität
Wanderrucksack, Wanderstöcke und Spa-Korb inklusive

Direkt zum Angebot

Drei Impulse für ein neues, nachhaltiges Reiseverständnis

Diese Philosophie bleibt nicht bloß ein Leitbild, sondern findet sich in Angeboten wieder, die den Gästen helfen, zur Ruhe zu kommen, die Natur neu wahrzunehmen und das eigene Tempo zu finden. Drei Konzepte haben sich dabei laut Klaus und Manuela Pichler besonders bewährt:

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1. Digital Detox – mit Leichtigkeit statt Zwang

Das Smartphone ist aus dem Alltag kaum wegzudenken und wird im Urlaub oft zum größten Störfaktor. Im Weihrerhof weiß man: Wer immer online ist, bleibt selten wirklich im Moment. Deshalb gibt es WLAN bewusst nicht überall. Am Seeufer wird die Verbindung gekappt, damit eine andere entstehen kann.

Für alle, die diesen Schritt noch konsequenter gehen möchten, wartet am ersten Abend eine charmante Geste: Vor der Zimmertür steht ein Köfferchen als Einladung, das Smartphone hineinzulegen. Kein Muss, kein Verzichtsdiktat – nur ein Angebot. Viele Gäste berichten, dass sich schon nach kurzer Zeit etwas verändert: weniger Druck, mehr Präsenz und ein geschärfter Blick für Details.

Hotel Weihrerhof_Orte zum Sein_Kraftplätze 1

2. Orte zum Sein – Kraftplätze entdecken

Rund um den Weihrerhof finden sich besondere Orte, die nicht spektakulär inszeniert, sondern schlicht ein natürlicher Teil der Landschaft sind. Gemeinsam mit Expert*innen und einem Geomanten hat die Familie Pichler diese Kraftplätze entdeckt und analysiert. Manche spenden Energie, andere bringen Ruhe, wieder andere richten den Blick auf das Wesentliche.

Die Gäste können sie zu Fuß erkunden, begleitet von einem kleinen Impulsheft mit Übungen und Gedankenanstößen. Für jeden Ort wurde zudem ein eigener Podcast aufgenommen. Er liefert keine klassischen Erklärungen, sondern öffnet Raum für eigene Wahrnehmungen. Sanfte Stimmen führen durch das, was spürbar ist, aber oft ungesagt bleibt. Manche Gäste verweilen nur kurz, andere verbringen Stunden dort, ganz ohne Zeitdruck oder Bewertung.

Weihrerhof Uferblicke-Libelle quer

3. Uferblicke – Naturbildung am See

„Uferblicke“ ist ein Kooperationsprojekt mit dem Seeglück Hotel Forelle am Millstätter See in Kärnten und möchte den Lebensraum See spielerisch und anschaulich erlebbar machen. Im Garten des Weihrerhofs stehen kleine Infotafeln, die von der Tier- und Pflanzenwelt erzählen: vom Wasserläufer, der über die Oberfläche spaziert, vom grünen Laubfrosch mit seinen Saugnäpfen oder vom Tausendblatt, das das Wasser reinigt. Über QR-Codes gelangen die Gäste zu weiterführenden Infos und einem kleinen Quiz. Wer alle Fragen beantwortet, kann seine Karte an der Rezeption abgeben und nimmt an einer Verlosung teil.

„Wir wollen nicht nur zeigen, dass die Natur schützenswert ist, wir möchten den Impuls geben, dass Menschen wieder staunen können über das, was direkt vor ihren Füßen liegt“, sagt dazu Manuela Pichler.

Der Weihrerhof als Modell für zukunftsfähigen Tourismus

Der Weihrerhof reagiert nicht auf kurzfristige Reisetrends, die Haltung hier ist fest verankert. Reduktion, Achtsamkeit und Nachhaltigkeit sind keine Marketingbegriffe, sondern gelebter Alltag.

Die drei Initiativen – Digital Detox, Orte zum Sein und Uferblicke – zeigen, wie sich gesellschaftliche Entwicklungen und individuelle Überzeugungen in konkrete Angebote übertragen lassen. Sie setzen auf Entschleunigung, Naturerlebnis und bewusstes Erleben. Das Ergebnis: mehr Zeit für sich, authentische Begegnungen und Eindrücke, die bleiben. „95 Prozent unserer Gäste merken schnell, dass sie den ganzen Luxus nicht brauchen“, sagt Manuela Pichler. „Sie brauchen bei uns keinen Hummer. Wir nehmen ihnen Entscheidungen ab und machen ihr Leben leichter. Das schätzen sie.“

Bewusster Tourismus ist kein Verzicht, sondern manchmal einfach nur einen Ort, an dem weniger tatsächlich mehr ist.

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Gerne stellen wir Ihnen weiterführende Informationen und hochwertiges Bildmaterial zur Verfügung. Journalist*innen sind herzlich eingeladen, den Weihrerhof und seine Philosophie vor Ort zu erleben. Gerne organisieren wir Interviews mit den Gastgebern, Führungen zu den Kraftplätzen sowie Einblicke in die Projekte.