José Koechlin von Stein – Ein Porträt
Green Pearls® stellt ab sofort regelmässig spannende Persönlichkeiten vor, die in punkto Nachhaltigkeit Geschichte geschrieben haben. Wir beginnen mit José Koechlin von Stein, der sich seit 40 Jahren leidenschaftlich für 'grünen' Tourismus in Peru engagiert.
Der peruanische Öko-Pioneer
1975 kaufte José Koechlin von Stein Land in Puerto Maldonado. Mit einer Axt bearbeitete er den Boden auf dem später das erste Inkaterra Hotel, die Reserva Amazónica Lodge entstehen sollte. Nachdem er Inkaterra gegründet hatte, benötigte er etwas Zeit, die idealistische Idee vom Ökotourismus zu leben. Heute zählen sieben Lodges zur Inkaterra-Gruppe im Amazonas Regengebiet, am Machu Picchu Cloud Forest gelegen, dem heiligen Tal der Inkas und in der Stadt Cusco. Das Ziel der Non-Profit-Organisation Inkaterra Asociación ist es, Perus natürliche Umwelt, die kulturellen Schätze und die archäologischen Rohstoffe zu bewahren. Der Initiator dieser grünen Erfolgsgeschichte entstammt der Koechlin-Familie, die ursprünglich aus dem Elsass, bereits 1852 nach Peru kam. Der Großvater von Stein reiste 1913 als General Konsul Österreichs ein. José Koechlin von Stein engagiert sich seit über 40 Jahren für nachhaltigen Tourismus in Peru. Er gehörte verschiedenen Umweltschutz- und Tourismusbehörden an, wie die Association of Adventure Travel and Ecotourism oder Perus National Chamber of Tourism. José war zudem Gründungsvorsitzender des Nachhaltigkeitskomitees der National Confederation of Private Enterprise (CONFIEP). Sein Fokus war und ist den Wert Perus als touristische Destination zu stärken und die unberührte Landschaft zu konservieren. Die Vision Koechlins ist es, nachhaltigen Tourismus in Peru als die einzige Option zu sehen Wirtschaft zu erhalten und einen positiven Einfluss auf die Umwelt auszuüben.
Auch die Kinobranche kennt Koechlin
Der Name José Koechlin von Stein wird jedoch auch in einen anderen Kontext gebracht: Er koproduzierte Werner Herzogs Klassikerfilme Aguirre, The Wrath of God (1972), Fitzcarraldo (1982) und Les Blanks Dokumentation Burden of Dreams (1982). Die Männer befreundeten sich während des Filmdrehs von Aguirre, The Wrath of God, ein Film der die Tragik von Lope de Aguirre erzählt, ein Landesverräter der Spanischen Krone, der El Dorado allein entdecken wollte. Der Münchenbesuch Koechlins bei dem er Werner Herzog von der Story des peruanischen Carlos Fermín Fitzcarrald erzählte, gilt als Geburtsstunde von Fitzcarraldo. Es dauerte ganze vier Jahre, von 1978 bis 1982, den Film zu drehen und zu produzieren. Es sollte sich für Herzog lohnen, der dafür den Award als bester Regisseur beim Cannes Film Festival erhielt. Der Film schildert die Geschichte eines Kautschuk-Barons, der ein Schiff im Regenwald des Amazonas bauen ließ, bevor es von einem zum anderen Fluss auf einen Hügel transportiert werden sollte. Koechlin ist bis heute überzeugt, dass das effizienteste Medium ein Land zu bewerben, ein Kinofilm ist - für ihn der perfekte Weg sein Ziel zu verfolgen der Welt die Schönheit Perus näher zu bringen.
Moderner Noah
Peru verfügt über ein großes, kompromissloses Gebiet, unterteilt in Areale aus Dschungel, Berglandschaften und Wüste, durchbrochen mit ebenen Landstrichen. Es ist reich an indigener Kultur und Natur, Wildlife und bietet ohne Zweifel die beste Küche Lateinamerikas. Solch ein unberührtes, wunderschönes und doch zivilisiertes Stück Erde zu finden ist eher selten. Koechlin gilt als eine Art moderner Noah, der bereits viele Spezies vor dem Aussterben gerettet hat. Er unterstütze viele Natur-Expeditionen im Amazonasbecken, was erklärt, warum es im Inkaterra Reserva Amazónica mehr Ameisenarten gibt als irgendwo auf der Welt. Er initiierte das weltweit größte Orchidarium mit 372 nativen Spezies in ihrer natürlichen Umgebung, unterstützt von der American Orchid Society.
Die Hauptstadt der Biodiversität
Nur einen kurzen Flug von Cusco entfernt, an der Grenze zum Tambopata National Reserve, liegt die Regenwald-Lodge Inkaterra Reserva Amazónica. Das Gebiet ist in Peru bekannt als die „Hauptstadt der Biodiversität”. Hier finden sich zwei Drittel aller bekannten Pflanzen- und Tierarten. Gäste können auf diversen Touren den Regenwald und die Flüsse erkunden. Wer 5-Sterne-Luxus sucht, sucht vergebens: Der Luxus liegt hier in der Einfachheit: simple inmitten der Natur, ausgestattet mit limitierter Elektrizität. Die 35 Cabañas im Stil des Ese Ejja Stammes sind ausschließlich über Baumwipfelwege zu erreichen. Die mehrfach ausgezeichnete Lodge zählt zu den ersten Ökolodges weltweit und fördert seit 40 Jahren erfolgreich den nachhaltigen Tourismus im südlichen Regenwaldgebiet Perus.
Das Orchideen-Paradies & das geheime Tal der Inkas
Das Inkaterra Machu Picchu Pueblo Hotel befindet sich inmitten eines fünf Hektar großen Gebietes am Fuße des Machu Picchu. Das ursprünglich von Koechlin gekaufte Land wird nur partiell für die Lodge genutzt. Vorrangige Intention ist die Regenerierung des „Cloud Forest“ rund um die Lodge. Außerdem schenkte Koechlin elf Morgen Land für den Bau einer Schule, eines Bahnhofs und Stadions sowie für private Einfamilienhäuser. Bei der Entstehung „Garden Eden“ genannt, gilt das Terrain als Eldorado für Liebhaber von Vögeln und Schmetterlingen. Auf Wanderungen lassen sich die unglaubliche Vielfalt an Flora und Fauna, speziell die über 370 Orchideenarten, quasi direkt vor der Haustüre entdecken. Die neueste Unterkunft der Inkaterra Hotels, ist das Inkaterra Hacienda Urubamba, gelegen zwischen dem historischen Cusco und Ollantaytambo. Ein idealer Ausgangspunkt, um sich zu akklimatisieren, bevor die Tour zum Machu Picchu beginnt. Das Tal bietet Einblicke in die Geheimnisse der Inkas und die lebendigen Traditionen ihrer Vorfahren. Umgeben von atemberaubender Berglandschaft mit Kakteen, Wildblumen und sogenannten Peppertrees, operiert die luxuriöse Hacienda nach der Philosophie Inkaterra-Gruppe der Natur den höchsten Respekt zu zollen.
