Nachhaltiger Inseltourismus: Von Teneriffa über Juist auf die Malediven
Inselurlaub. Da denkt man direkt an weiße Sandstrände, Palmen, die sich im Wind wiegen und türkisblaues Meer, oder? Besonders jetzt im mitteleuropäischen Herbst zieht es viele Reisende in den Süden. Und was eignet sich besser als eine Insel mit Sandstrand und Palmen, um dem grauen Regenwetter zu entfliehen?
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Nachhaltiger Inseltourismus
Besonders bei einer Inselreise sollte man nicht die Augen vor den eigenen Auswirkungen verschließen. Der Tourismus hat zahlreiche Effekte auf das Land und die Menschen vor Ort und leider sind nicht alle davon positiv. Auf Inseln multiplizieren sich die Auswirkungen oft sogar nochmal.
Anreise
Die Anreise auf eine Insel ist mit mehr Aufwand verbunden, als bei einem Urlaub auf dem Festland. Immerhin kann man in den meisten Fällen nicht einfach in die Bahn steigen, um dann am Zielort auszusteigen. Die beiden kroatischen Inseln Hvar und Korcula, auf denen sich das Maslina Resort und das Eco Aparthotel The Dreamer’s Club befinden, sind jeweils mit der Fähre erreichbar. So kann man die Anreise mit Bahn und Fähre trotzdem nachhaltig gestalten.
Soll es dagegen beispielsweise auf die Seychellen zum Cerf Island Resort gehen, dann bleibt oft nur ein Flug. Aber auch eine solche Reise kann nachhaltig sein, wenn man lange genug bleibt. Denn dann unterstützt man als Tourist die lokale Wirtschaft deutlich stärker und sorgt somit für einen positiven Effekt der eigenen Reise. Gleichzeitig lernt man Land und Leute auf eine ganz andere Art und Weise kennen.
Besonderes Erlebnis: Die 4 Rivers Floating Lodge in Cambodia erreicht ihr ebenfalls nur mit dem Boot. Allerdings ist die Lodge selbst die Insel. Die luxuriösen Zelte stehen auf Flößen, die auf dem Fluss verankert sind. Ein Inselurlaub der besonderen Art.
Transportwege
Eine Insel ist nun einmal umgeben von Wasser. Das bedeutet, alle Produkte und Lebensmittel, die nicht auf der Insel selbst hergestellt werden, müssen per Boot angeliefert werden. Dafür wird Treibstoff benötigt und CO2 wird ausgestoßen.
Um solche Transportwege zu minimieren setzen viele der Green Pearls® Partner auf den Anbau eigener Lebensmittel. So bezieht das Keemala auf der thailändischen Insel Phuket zum Beispiel den größten Teil seiner Lebensmittel aus dem eigenen Garten. Auch im Zeavola auf Koh Phi Phi und im Tongsai Bay auf Koh Samui in Thailand werden Obst, Gemüse und Kräuter angebaut. So können die Hotels ihren Gästen außerdem garantieren, dass sie nur beste, biologische Produkte auf den Tellern haben.
Müll und Abfälle
Besonders der Tourismus auf den Malediven steht immer wieder in der Kritik, Massen an Müll zu produzieren. Doch nicht nur diese Inseln haben mit den Abfällen der Touristen zu kämpfen. Die indonesischen Inseln wie zum Beispiel Bali stehen vor einem ähnlichen Problem.
Nachhaltige Resorts wie das Gili Lankanfushi auf den Malediven, das Puri Dajuma auf Bali oder das Eco Beach Tent by Billiton auf der indonesischen Insel Belitung setzen sich für eine Reduktion des Müllaufkommens ein. Dabei gehen sie mit gutem Beispiel voran, in dem sie weitestgehend auf Plastikprodukte verzichten und sich für Mülltrennung und Recycling stark machen. Das Gili Lankanfushi hat zudem einen Rocket Composter angeschafft, um die Bioabfälle zu verwerten. Mit Hilfe des dadurch gewonnenen Humus konnte inzwischen ein Garten angelegt werden, der das Hotel mit frischen Lebensmitteln versorgt.
Lokale Wirtschaft
Doch die Auswirkungen des Inseltourismus’ sind nicht alle negativ. Der Tourismus ist für viele Inseln eine der wichtigsten, manchmal sogar die einzige Einnahmequelle. Ökonomische Strukturen können mit Hilfe des Tourismus’ ausgebaut und diversifiziert werden. Touristische Einrichtungen wie Hotels oder Touranbieter bringen Arbeit in Regionen, die ansonsten nur wenig Perspektiven bieten. Im Puri Dajuma sind zum Beispiel 90 % der Angestellten Balinesen aus der Region. Auch im OCÉANO Health Spa Resort auf Teneriffa stammt das Team zum größten Teil aus der Region und das Hotel zählt zu den größten Arbeitgebern der Umgebung.
Autofreie Insel Juist
Ein Ansatz für einen nachhaltigen Inseltourismus kann sein, dass man sich bewusst für eine nachhaltige Insel entscheidet. Juist in der deutschen Nordsee ist so ein Beispiel. Die Insel hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 klimaneutral zu sein. Mit einer artenreichen Tier- und Pflanzenwelt könnte man sie fast als Hotspot der Biodiversität bezeichnen. Erlebbar wird der Artenreichtum bei einer Wattwanderung, bei einer Radtour über die Insel oder einem Spaziergang durch die Inselortschaften. Über Autos muss man sich auf Juist übrigens keine Gedanken machen: Die Insel ist komplett autofrei. Lediglich Ärzte, das Rote Kreuz und die Feuerwehr darf motorisierte Fahrzeuge verwenden. Selbst die Müllabfuhr wird mit Pferdewagen realisiert.
Nachhaltig Reisen auf einer Insel
Als Tourist kann man aktiv dazu beitragen, die eigene Inselreise fair und ökologisch verträglich zu gestalten. Dafür braucht es nicht viel außer offene Augen und den Willen, etwas mehr Zeit in die Recherche vorab zu stecken. Gibt es vielleicht doch eine Alternative zum Flug? Welcher Reiseanbieter unterstützt die Insel in ihren nachhaltigen Bemühungen?
Wenn man die Reise selbst organisiert, kann man sich bereits von zu Hause aus für eine nachhaltige Unterkunft entscheiden. Bei den Green Pearls® könnt ihr euch zum Beispiel sicher sein, dass sie sich für ihre Partner einsetzen und alles dafür tun, das empfindliche Ökosystem zu erhalten und die lokale Bevölkerung zu unterstützen. So kann die Flucht aus der Herbstkälte und die Inselreise starten.
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Auch Geschäftsreisen werden zunehmend nachhaltiger gestaltet. Besonders größere Unternehmen setzen zunehmend auf umweltverträglichere Praktiken beim Business Travel.
Podcast-Empfehlung: In einer knappen halben Stunde erzählt Vicky Smith, die Gründerin von Earth Changers einiges über nachhaltiges und verantwortungsbewusstes Reisen. Reinhören! (Podcastsprache: Englisch)



